30.08.2017 Chemnitz 30. August, Kulturhauptstadtbüro auf dem Chemnitzer Rosenhof 6 Pressegespräch mit dem v.l. Wiener Theater- und Performancemacher Stephan Rabl ( 52 ) und der Straßburger Regisseur und Bühnenbildner Philippe Arlaud (69) Foto: Klaus Jedlicka

Wieder einmal ein Flop der AfD

Die Stadt Chemnitz bewirbt sich um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025. Ein positiver Ausgang der Bewerbung wäre sicherlich wirtschaftlich, aber auch politisch, ein Erfolg für die gesamte Region. Ein Stück mehr Weltoffenheit würde den Bürgern sicherlich mehr Selbstbewusstsein bescheren und dem einen oder anderen auch neue Arbeit bringen. Und den Rechtsextremisten, allen voran der AfD, würde es sicherlich ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen.

Dieser Erkenntnis gab sich anscheinend auch der AfD-Stadtrat Nico Köhler hin und startete für seine Partei im Februar diesen Jahres eine Online-Petition, mit der die Bewerbung der Stadt verhindert werden sollte. Seiner Zeit hat sich das NS-Regime noch zu den Olympischen Spielen durchringen können, doch Kulturhauptstadt Europas ist den Neurechten heute anscheinend bereits zuviel.

Doch, wie die Freie Presse heute berichtete, ist die Petition anscheinend gefloppt. Die AfD und Köhler hofften auf Unterstützerzahlen bei der für Chemnitz so lebenswichtigen Petition vonmehreren Tausend. Es wurden immerhin noch 162 Sympathisanten. Unklar ist, ob dieses bedeutet, dass der Rest der AfD-Mitglieder mehr Grips im Kopf hat als die 162.

Die Petition wurde mittlerweile beendet. Nach eigener Aussage von Köhler wollte die AfD Druck auf die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig ausüben. Man will, dass sie eine Bürgerbefragung zur Bewerbung ansetzt. Natürlich hat eine derartige Umfrage im Internet keine rechtlich bindende Wirkung. Es könnte lediglich zu einer politischen Legitimation erklärt werden. Nach der Kommunalwahl im letzten Monat erklärte Köhler auch, dass er das Thema der Bewerbung auch auf die Tagesordnung des Stadtrates bringen wolle.

Eine Rückenstärkung mit Hilfe der Petition hat die AfD nun sicherlich nicht mehr. Eher ist die gefloppte Umfrage als Schwächung zu sehen. Es ist davon auszugehen, dass somit alle Anträge der AfD hierzu von den anderen Parteien schnell als Abgelehnt durch gewunken werden können. So ist für die Stadt und die Region Chemnitz zu hoffen, dass der erfolgreichen Bewerbung nichts mehr entgegensteht.

Fest steht, der Kultur in der Region Chemnitz tut die Bewerbung heute schon gut. Und wer nun Lust hat auf mehr Informationen, der findet diese hier: http://www.chemnitz2025.de/

Bild: http://www.chemnitz2025.de/

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