Wieder Rüge gegen einen AfD-Abgeordneten

Erneut ist ein AfD-Abgeordneter im Landtag nach einer Rede gerügt worden. Ferdinand Mang hatte bei der Haushaltsdebatte Entscheidungen des Landtags als “Wegmarken des Faschismus” bezeichnet. Es ist die zweite Rüge im Landtag innerhalb kurzer Zeit.

Der stellvertretende Landtagspräsident Thomas Gehring (Grüne) hat dem AfD-Abgeordneten Ferdinand Mang heute eine Rüge erteilt. In der Plenardebatte zum Doppelhaushalt 2019/20 sprach Mang von “Wegmarken des Faschismus” und meinte damit Entscheidungen der Landtagsmehrheit, Gremiensitze für die AfD betreffend.

AfD sieht sich parlamentarischer Kontrollrechte beraubt
Der Landtag hatte mehrheitlich entschieden, dass die AfD keine Vertreter in das parlamentarische Kontrollgremium und in das Kuratorium der Akademie für politische Bildung in Tutzing schickt. Wörtlich sagte Mang: “Wer der Opposition den gesetzlich vorgesehenen Zugang zu Institutionen verweigert und damit der parlamentarischen Kontrollrechte beraubt, setzt die Axt an den Grundfesten der Demokratie. Ich warne Sie, das sind die Wegmarken des Faschismus.”

Rüge an Mang erteilt

Der Sitzungsleiter, Landtagsvizepräsident Thomas Gehring (Grüne), forderte Mang auf, sich von diesem Begriff im Zusammenhang mit Entscheidungen des Landtags zu distanzieren und sich zu entschuldigen. Da Mang dieser Aufforderung nicht Folge leistete, sagte Gehring: “Ich sehe jetzt nicht, dass sie sich von diesem Begriff distanziert haben. Dann erteile ich ihnen eine Rüge.” Diese Entscheidung erntete Applaus im Plenum.

Bild: Sven Teschke / Lizenz: Creative Commons CC-by-sa-3.0 de2012-07-17 – Bayerischer Landtag – Plenarsaal – 6908CC BY-SA 3.0 DE

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