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AfD bleibt auch bei Führungsfrage unkalkulierbar

Stuttgart/Ganderkesee (ots/fs) – Gern und oft spricht der Partei-Grande Alexander Gauland von seiner AfD als gärigem Haufen und meint damit auch, wie unkalkulierbar sie in Machtfragen agiert. Aber diesmal sollte beim Parteitag alles anders werden – eigentlich.

Gauland, 78, will sein Amt abgeben und hoffte zumindest bisher darauf, dass sich dieser Prozess diesmal steuern lassen würde. Seit nun am Wochenende Gottfried Curio (Titelbild) seine Kandidatur erklärt hat, ist zumindest eins klar: keiner weiß, wer am Samstagabend neuer AfD-Chef wird. Als Mann, der die Regeln der Demagogie kennt, kann Curio möglicherweise mit einer Bewerbungsrede viele Delegierte hinter sich bringen.

Curio, der seit zwei Jahren für die Partei im Parlament sitzt, verbreitet seine scharfen Reden zur Migrations- und Sicherheitspolitik stets zeitnah über die sozialen Netzwerke und gilt deshalb als “Youtube-Star” der Partei. Er wird auch gerne als “Heißmacher” der AfD benannt. Sicher ist, dass er gute Kontakte zu Höcke pflegt.

Am Ende könnte das die Chancen vor allem auf eine Variante erhöhen: dass der alte und neue Vorsitzende Gauland heißt.

Bild: Wedding-HendrikDr. Gottfried Curio 2018CC BY-SA 4.0

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