Antisemitismus dringend angehen

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Die antisemitischen Übergriffe im Netz, auf dem Schulhof und auf Deutschlands Straßen haben enorm zugenommen. Doch der Antisemitismus wird von nichtjüdischen Deutschen nach wie vor verharmlost und verdrängt. Das ist gefährlich und muss aufhören.

„Dass heute Menschen in Deutschland angepöbelt, bedroht und angegriffen werden, wenn sie sich irgendwie als Juden zu erkennen geben oder auch für den Staat Israel Partei ergreifen, das ist ein ungeheurer Skandal.“ Dieser Aufschrei von Angela Merkel stammt aus dem Jahr 2014, nicht aus diesem – aber auch 2018 gab es ungeheure antisemitische Skandale – viele sogar: „Jude“ ist auf deutschen Schulhöfen zum Schimpfwort geworden, und die Zahl der verbalen und körperlichen Übergriffe auf jüdische Schüler in öffentlichen Schulen ist so gestiegen, dass ihre Eltern, die bislang schwiegen aus Angst, dass ihre Kinder sonst noch heftigeren Aggressionen ausgesetzt sind, Alarm schlagen und ihre Kinder aus den öffentlichen Schulen nehmen. Kippa-Träger wurden am helllichten Tag in Bonn und Berlin gewalttätig attackiert: von Muslimen. Und in Bonn dann noch von vier – Täter und Opfer angeblich verwechselnden – Polizisten zu Boden gebracht und blutig geschlagen.

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Der ganz alltägliche Antisemitismus in Deutschland

Der ritualisierte Aufschrei unserer Politiker, die beschwören, dass wir in Deutschland keinen Antisemitismus dulden dürften, ist noch der alte, aber die Antisemitismus-Debatte ist eine andere. Neu ist: Dass jetzt immer mehr jüdische Deutsche, die bislang mit aller Macht versuchten, dem Opferstatus mit seinen Shoa- und Antisemitismus-Diskursen zu entkommen, um hier „normal“ zu leben, die Stimme erheben und über ihre Erfahrungen mit dem alltäglichen Antisemitismus reden.

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