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Berliner AfD-Chef sorgt für Eklat bei Antisemitismus-Debatte

Eine Rede von AfD-Partei- und Fraktionschef Georg Pazderski hat am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus heftigen Protest und Widerspruch ausgelöst. Während einer Debatte über den Schutz jüdischen Lebens in Berlin machte er “ungebremste und unkontrollierte Massenzuwanderung” aus muslimischen Ländern für zunehmenden Antisemitismus in Berlin verantwortlich.

Zu den Ursachen gehöre auch ein “Bündnis zwischen arabischen Terroristen und deutschen Linken” sowie die SPD, die sich aus dem “Straßenkampf-Wörterbuch der NSDAP” bediene, sagte Pazderski. Er spielte damit auf eine frühere Äußerung von SPD-Fraktionschef Raed Saleh an, der auf einer Tagung erklärt hatte, die AfD möge doch in ihre “Rattenlöcher” zurückkehren, aus denen sie gekommen sei.

Zwischenrufer unterbricht Saleh

Saleh reagierte mit Empörung auf Pazderskis Rede. Dieser habe nicht über Rechtsradikalismus geredet, über rechte Übergriffe auf jüdische Bürger und auch nicht darüber, dass Vertreter der AfD-Führung “den Holocaust verleugnen und anfangen, zu relativieren”. “Das ist eine Schande, wie Sie hier aufgetreten sind”, sagte Saleh an die Adresse Pazderskis.

Pazderski solle sich auch dafür schämen, die SPD in die Nähe von Nazis zu rücken, so Saleh. Die Sozialdemokraten hätten 1933 im Reichstag den Nazis vielmehr die Stirn geboten. Als Saleh sagte “Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten…”, vollendete ein Zwischenrufer aus Richtung AfD-Fraktion den Satz so: “…die Hitler ins Amt gebracht haben”.

Bild: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0, 2016-12-08 Georg Pazderski by Sandro Halank–2, Ausschnittvergrößerung von Frank Schurgast, CC BY-SA 3.0 DE

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