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Caritas: "Die Lage auf den griechischen Inseln erfordert sofortiges Handeln"

Freiburg/Ganderkesee (ots/fs) – Caritas international erhöht ihre Winterhilfe für die Menschen in den griechischen Flüchtlingslagern um weitere 50.000 Euro. “Die gegenwärtige Situation in den Lagern zwingt uns zum sofortigen Handeln”, sagt Oliver Müller, Leiter von Caritas international. Das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes will die Flüchtlinge auf den Inseln mit wärmenden Decken und Hygienematerial versorgen, denn die Menschen sind überwiegend nur in Zelten untergebracht, die vor winterlicher Kälte und Nässe nur unzureichend Schutz bieten.

Zudem sind die Lager auf den Inseln völlig überbelegt. Als Beispiel kann das Lager Moria auf Lesbos gelten, das für 2.500 Menschen gebaut wurde. Gegenwärtig halten sich jedoch mehr als 15.000 geflüchtete Menschen dort auf, rund ein Drittel davon sind Kinder. “Die Situation ist dramatisch. Die Menschen müssen unter katastrophalen Umständen dort ausharren”, sagt Oliver Müller. Erschwerend zur dreifachen Überbelegung der Lager wirke nun auch das Winterwetter. “Die Menschen sind häufig krank und aufgrund ihres langen Aufenthalts im Flüchtlingscamp auch psychisch sehr labil.”

Der Leiter von Caritas international warnt zudem davor, dass das Hilfswerk seine Arbeit auf den Inseln langfristig in diesem Umfang kaum noch aufrechterhalten kann. “Der Hilfebedarf ist aufgrund der vielen Menschen in den Lagern enorm.” Caritas international kümmert sich neben der akuten Winterhilfe darüber hinaus auch um psychologische Betreuung, medizinische Hilfe wie Krankentransporte und Sprachkurse für Geflüchtete, deren Zahl in den vergangenen Monaten stark anstieg. Allein im September dieses Jahres kamen 11.000, soviel wie seit 2016 nicht mehr. “Um diese Hilfe weiterzuführen, benötigen wir dringend Spenden”, appelliert Oliver Müller.

Bild: The New York Times

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