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Der gefeierte Held der rechten Szene massakrierte einst dutzende Menschen

Er lebt mitten unter uns. Trägt ein kariertes Hemd, eine braune Weste. Die Vorhänge an den Fenstern sind mit Rosen bestickt. Nichts in diesem unscheinbaren Haus mitten in Niedersachsen, an dem alten Mann, der darin wohnt, erinnert an die schrecklichen Taten des zweiten Weltkriegs.

Und doch sind sie in diesem Haus so präsent, wie nur an wenigen anderen Orten. Hier wohnt Karl M. Er war in den 40er-Jahren bei der Waffen-SS. Der bekennende Nationalsozialist tötete dutzende Menschen.

SS tötete 86 Menschen

Er war am Massaker von Ascq beteiligt. 1944 wurde in dem kleinen Örtchen in Frankreich ein Zug der Nazis angegriffen. Verletzt wurde von den deutschen Soldaten niemand. Und doch sinnten die Männer auf Rache. Auch Karl M.

Sie trieben die Männer des Ortes zusammen. Was dann passiert, davon gibt es verschiedene Versionen. Klar ist nur, am Ende sind 86 Zivilisten tot.

Karl M. war damals 21 Jahre alt, Unterscharführer bei der Waffen SS. Heute ist er 96 Jahre alt und ein gefeierter Held der rechten Bewegung. Zuletzt wurde M. nach Fretterode in Thüringen geladen. Ins Gutshaus von Thorsten Heise. Der ist militanter Neonazi, Vizechef der NPD und seit 2017 Landesvorstand der NPD Thüringen.

Karl M. gibt stolz Interviews

Hier darf Karl M. seine kruden Weltvorstellungen in einem sogenannten „Zeitzeugenvortrag“ an Gleichgesinnte tragen. Und noch mehr. Er gab dem ARD-Magazin „Panorama“ ein Interview.

Bild: Screenshot ARD-Magazin Panorama

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