Di. Jan 28th, 2020

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Für ein buntes Deutschland

Der Identitäre bei der hessischen AfD

Die hessische AfD behauptet, mit der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ nichts zu tun zu haben. Doch ein Mitarbeiter der Landtagsfraktion war dort früher aktiv.

Das frühere Engagement eines hessischen AfD-Lokalpolitikers und Mitarbeiters der AfD-Landtagsfraktion in der „Identitären Bewegung“ (IB) hat erneut eine Debatte über das Verhältnis der AfD zur extremen Rechten ausgelöst. Der Hessische Rundfunk hatte berichtet, dass Jens Mierdel, Landesvorsitzender der „Jungen Alternative Hessen“ und AfD-Abgeordneter im Fuldaer Kreistag, ab 2014 bei den „Identitären“ aktiv gewesen war.

Zeitweise war Mierdel, der seit Anfang des Jahres für den hessischen AfD-Landtagsabgeordneten Heiko Scholz arbeitet und seit Juli als dessen persönlicher Referent fungiert, sogar Regionalleiter der „Identitären Bewegung“ in Hessen. Die „Identitären“ werden seit Ende 2015 vom hessischen Verfassungsschutz beobachtet und seit kurzem auch vom Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextremistische Bewegung eingestuft.

Im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau räumte Mierdel ein, dass er 2014 über Freunde zur „Identitären Bewegung“ gekommen sei. Damals habe er sich gegen eine aus seiner Sicht zu massive Zuwanderung nach Deutschland engagieren wollen. Er habe an Stammtischen und Demonstrationen der IB teilgenommen, sagte Mierdel. Vom damaligen Regionalleiter der IB Hessen, Marcel V., sei er nach dessen Rückzug zum Nachfolger „ernannt“ worden. Zu dieser Zeit seien die „Identitären“ im Raum Fulda aber kaum noch aktiv gewesen. Bis Ende 2015 habe er sein Engagement „auslaufen lassen“ und danach keine Kontakte mehr zu der Gruppierung unterhalten.

AfD: Kritik von der Linkspartei

Inhaltlich habe er mit der „Identitären Bewegung“ immer Differenzen gehabt, behauptete Mierdel. Dem Konzept des „Ethnopluralismus“, das die IB vertritt, könne er „nicht wirklich zustimmen“. Die von vielen neurechten Akteuren vertretene Ideologie des Ethnopluralismus behauptet, dass Gesellschaften ethnisch und kulturell homogen sein sollten und jede Kultur ihren angestammten Platz auf der Welt habe. Von dieser Forderung nach „ethnischer Abspaltung“ halte er nichts, sagte Mierdel der FR. Er sei allerdings der Auffassung, „dass zu viele Kulturen in einer Gesellschaft einem Land nicht gut tun“.

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