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Rechtsextremismus

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma zum Mordanschlag in Hanau

Berlin/Hanau/Ganderkesee (fs) – Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma ist tieferschüttert über den rassistischen Mord an neun Menschen in Hanau. Wie sich jetzt bestätigt, ist unter den Opfern des Mordanschlags in Hanau auch mindestens eine junge Romni, die als deutsche Staatsbürgerin Angehörige der nationalen Minderheit war. Möglicherweise befindet sich auch ein junger Sinto unter den Opfern. Auch unter den anderen Opfern und den Verletzten des Anschlags könnten sich weitere Angehörige der Minderheit befinden.

Der Zentralrat und alle Sinti und Roma in Deutschland trauern mit den Angehörigen um die ermordete junge Frau, die Mutter von zwei Kindern. Wir trauern um sie und um alle Opfer dieses rechtsterroristischen Anschlags. Dieser Anschlag zeigt, daß der Haß, den Rechtsextremisten und deren politische Vertreter seit langem gegen Minderheiten sähen und der in den rassistischen Internet-Foren sich immer mehr verstärkt, tödlich ist. Wie schon bei dem rechtsradikalen Anschlag auf das Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München im Juli 2016 sind auch in Hanau Angehörige unserer Minderheit unter den Opfern. Der Generalbundesanwalt und alle Polizeibehörden – gerade auch in Hessen – sind aufgefordert, mit allen rechtsstaatlichen Mitteln endlich konsequent gegen Rechtsextremisten vorzugehen. Dies muß auf allen Ebenen geschehen.

Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, in seiner heutigen Pressemitteilung

Für den Zentralrat Deutscher Sinti und Roma zeigt dieser mörderische Anschlag auf brutale Weise auf, wie weit die Hemmschwelle unter Rechtsradikalen und Rassisten gesunken ist, auch dadurch, daß demokratische Parteien der AfD immer mehr Raum geben und damit die Abgrenzung zu den Extremisten auch innerhalb der AfD unterlaufen wird.

Der rechtsradikale Terror zielt auf die Sicherheit und das Zusammenleben in Deutschland, um damit Rechtsstaat und Demokratie zu zerstören.

Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, in seiner heutigen Pressemitteilung

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