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Deutsche Feuerwehren und die Brandstifter der AfD

Berlin/Ganderkesee (fs) – Die Feuerwehr genießt bei uns im Lande ein sehr hohes Ansehen. Die 1,3 Millionen Mitglieder in den Berufs- und Freiwilligenwehren retten tagtäglich Leben. Wenn man die Feuerwehr ruft kommt sie zu jeder Tages- und Nachtzeit: Egal welcher Hautfarbe, Religion oder Nationalität du angehörst.

Und weil die Feuerwehren auch die Kümmerer sind, mitten im Stadt-, Dorf- und Gemeindeleben stehen, werden sie zunehmend zum Ziel der Rechtsextremisten. Wer in der Mitte stimmen einfangen will, der muss in die Vereine und Verbände gehen. Das hat vor allem die AfD längst erkannt. Sie wäre doch so gerne bürgerlich.

Verhaltenskodex für Feuerwehrleute muss kommen

Es wäre nun umso dringlicher, dass sich der Deutsche Feuerwehrverband klar gegen die Rechtsextremisten stellt und solche Tendenzen in den eigenen Reihen abgrenzt. Der Verbandspräsident Hartmut Ziebs hat genau dieses vor einigen Wochen vorgeschlagen. Also eine Art von Verhaltenskodex für Feuerwehrleute. Doch genau dieses wird Ziebs gerade zum Verhängnis. Man will nun wissen, dass er seine parteipolitische Neutralität verletzt hat. Fünf von sieben Vizepräsidenten fordern daher seinen Rücktritt. Vielleicht auch, weil Ziebs eine Frau mit türkischen Wurzeln zur Bundesgeschäftsführerin gemacht hat.

Der Fall wirft nun nicht nur einen Schatten auf die Feuerwehr. Vielmehr zeigt es auch, wie weit die Rechtsradikalen bereits auf ihren Marsch in die Gesellschaftsmitte vorgedrungen sind. Es wird sich aber auch kaum vermeiden lassen, dass auch die Feuerwehr zu einem Spiegelbild der Gesellschaft wird. Und auch unter den Mitgliedern der Feuerwehr wird es AfD-Anhänger oder -Mitglieder geben, egal ob gemäßigte oder radikalere. Und bei der Feuerwehr darf man Uniform tragen. Auch etwas was die rechten Extremisten anzieht.

Brandbeschleuniger

Die Aufgabe der Bundesspitze der Feuerwehren muss und sollte darin liegen, die breite Mehrheit demokratischer Mitglieder vor den Rechtsextremisten zu schützen und hierfür klare Grenzen aufstellen. Wenn nun aber Vizepräsidenten die Abwahl ihres Bundesvorsitzenden fordern, weil dieser genau dieses durchsetzen will und vehement gegen die Rechtsextremisten in den eigenen Reihen vorgeht, dann sind sie es, die gehen sollten. Sie sind zum Brandbeschleuniger einer rechtsextremistischen Unterwanderung der Feuerwehr geworden.

Bild: Jörg Möller auf Pixabay 

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