Die AfD und der Antifeminismus

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Will man wissen, was die AfD von der Gleichberechtigung hält, muss man ihr nur zuhören. Am besten Detlev Spangenberg, der die Schuld für Ungleichheit bei den Frauen findet.

Von einer Frauenquote hält die AfD nichts, das ist in ihrem Grundsatzprogramm in Stein gemeißelt. Die Quote sei „leistungsfeindlich und ungerecht“, schaffe „andere Benachteiligungen“ und sei zur Gleichberechtigung von Mann und Frau nicht zu gebrauchen. Was immer die AfD unter Gleichberechtigung versteht – in ihrem blaubraunen Leitfaden werden sie nicht konkreter. AfD-Mann Detlev Spangenberg hat jedoch kürzlich im Bundestag etwas Erhellendes dazu beigetragen.

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Die Grünen hatten einen Antrag auf mehr „Frauen in Führungspositionen zur Organisation des Gesundheitswesens“ gestellt mit der Begründung, der hohe Anteil weiblicher Beschäftigter stehe im Gegensatz zu ihrer Repräsentanz in den Führungsstrukturen. Spangenberg, in den 60er Jahren für die Stasi am Start, später aktiv in der rechtsextremen „Bürgerbewegung pro Deutschland“, nutzte die Gunst der Stunde, um den linksgrünversifften Weibern mal zu zeigen, wo der Hammer hängt.

Mit einer „ungeheuren Energie“ hätten sich die Herren „hochgearbeitet“, hingegen die Damen „doch eh schon durch alle Instanzen durchgehoben“ worden seien, rief er vom Pult in Richtung Abgeordnete. Puh, Spangenberg, um diese Aussage hermeneutisch zu deuten, braucht es keine AfD-Nähe. Aber sicherlich hat er es anders gemeint, geht es doch im Kern um den totalen Körpereinsatz, und der kommt von der totalen Energie.

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