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Empörung bei Union und JU: Stadt Hagen will die gendergerechte Sprache

Aus den Reihen der CDU wird heftige Kritik am Plan der Stadtverwaltung Hagen geübt, ein Wörterbuch für gendergerechte Sprache zu erarbeiten.

Die politische Debatte um eine gendergerechte Sprache der Hagener Verwaltung nimmt Fahrt auf. Während das Wörterbuch von der Verwaltung erarbeitet wird, regt sich vor allem in Reihen der Hagener CDU der Widerstand.

Jan Günther (29), Vorsitzender der CDU im Fleyer Viertel, gibt sich entsetzt: „Das, was unsere Stadt jetzt braucht, ist keine gendergerechte Sprache, sondern eine Verwaltung, die die Sprache der Bürgerinnen und Bürger spricht. Gerade die mehr als hässliche Sternchenformulierung ist nicht zwingend notwendig. Die Kann-Formulierung im Gesetz lässt genügend Spielraum für sternchenfreie Lösungen. Wir brauche dringend die einfache Sprache, damit nicht jeder die Schreiben der Verwaltung fünfmal lesen muss, um sie ansatzweise zu verstehen.“

Mangelnde Sensibilität

Für den CDU-Politiker zeigt die Erstellung und baldige Umsetzung einen Mangel an Sensibilität für die wahren Probleme und Themen, die die Menschen in der Stadt bewegen. Der Zeitpunkt, an dem diese Debatte angeschoben werde, wirke mehr als hasenfüßig, da viele Bürger während der Ferien nicht in der Stadt seien.

Die Verwaltung drücke sich vor der Auseinandersetzung mit den Menschen in der Stadt, heißt es aus der CDU im Fleyerviertel. „Ich wünschte mir, dass wir echte Probleme unserer Stadt lösen und die Verwaltung ihren Teil dazu beiträgt: Schnellere Bearbeitung von Bauanträgen, digitales Bürgeramt und natürlich die Digitalisierung unserer Schulen, bei all diesen Projekten vermisse ich die Energie im Rathaus. Jetzt weiß ich aber, wohin sie geflossen ist“, so Günther.

Schließlich gebe es die Vorschrift seit 2016. Hinzu komme, dass viele andere Städte in Nordrhein-Westfalen sich bereits auf den Weg gemacht hätten. Statt eines eigenen Konzeptes sollte die Verwaltung aus Sicht der Ortsunion lieber Ergebnisse aus anderen Städten für sich nutzen: „Das Rad muss nicht neu erfunden werden“, fordert Günther.

Auch JU spricht von „Irrsinn“

Ähnlich die Haltung der Jungen Union (JU) zur gendergerechten Sprache. Die jungen Christdemokraten bezweifeln, dass dies der richtige Weg ist, um bei den Menschen in Hagen das Vertrauen in die Verwaltung zu stärken.

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