Rathaus von Hanau. / Foto: Infinite Ache ist lizenziert unter CC BY-SA 2.0

Faktencheck: Rassismus war laut BKA ein Motiv bei Anschlag in Hanau

Berlin/Ganderkesee (ots/fs) – Rassismus sei beim Anschlag von Hanau “kein Motiv” gewesen, heißt es derzeit in Beiträgen in den sozialen Medien. Dies habe das Bundeskriminalamt (BKA) mitgeteilt. (https://v.gd/2cQiPj)

Bewertung

Das BKA bewertet die Tat als rassistisch motiviert.

Fakten

Die “Süddeutsche Zeitung” berichtete am 27.03.2020 über eine Analyse des BKA zu den Taten von Hanau. Tobias R. sei in erster Linie nicht von einer rechtsextremen Gesinnung gewesen, lautete demnach das Fazit der BKA-Analyse. Rassismus sei den Ermittlern zufolge nicht sein Hauptmotiv gewesen.

In dem Artikel der “Süddeutschen Zeitung” (nach Recherchen von WDR, NDR und “SZ”) ist also nicht davon die Rede, dass Rassismus “kein Motiv” der Tat gewesen sei, sondern dass das BKA Rassismus nicht als das Hauptmotiv der Tat betrachte. (http://archive.vn/RzGtC)

Als Reaktion auf den Artikel in der “Süddeutschen Zeitung” twitterte das Bundeskriminalamt dann am 31.03.2020 in Bezug auf den Anschlag von Hanau: “Das BKA bewertet die Tat als eindeutig rechtsextremistisch. Die Tatbegehung beruhte auf rassistischen Motiven.” (http://archive.vn/bnn99)

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