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Rassismus Rechtsextremismus

Gegen Rassismus – für Courage

Gegen Rassismus – für Courage engagiert sich die Mobile Beratung in Verden. Das Regionalbüro ist für den Nord-Osten Niedersachsens zuständig.

Die Zahl der Beratungsfälle in den Bereichen Rechtsextremismus und -populismus hat in Niedersachsen zugenommen. 2017 wurde das Regionalbüro der „Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus für Demokratie“ in Verden eingerichtet. Während es 2017 30 Beratungsfälle zu betreuen gab, waren es in 2018 bereits 80. Und in 2019 wird der Bedarf an Unterstützung gegen Rechts noch einmal weiter wachsen – da sind sich Ruben Obenhaus von der mobilen Beratung und Rudi Klemm vom Weser Aller Bündnis (WABE) sicher. Der Verein WABE ist der Träger des Regionalbüros Nord/Ost der mobilen Beratung. Er ist insbesondere in der Region Verden/Nienburg im Bereich Demokratieförderung aktiv.

Mit Ruben Obenhaus konnte ein neuer Berater und Projektleiter für die mobile Beratung gewonnen werden. Der 30-Jährige ist Politikwissenschaftler, sein Fachgebiet waren im Studium jüdische Studien. Er erklärt die Notwendigkeit der mobilen Beratung, indem er sagt: „Im ländlichen Raum bemerken wir ein steigendes Problem antisemitischer und rechtspopulistischer Strömungen.“

Die Regionalbüro in Verden ist für 13 Landkreise von Verden bis nach Lüneburg im Nord-Osten Niedersachsens zuständig. Obenhaus arbeitet erst seit Februar für die mobile Beratung, es kommt ihm aber länger vor. Denn „es gibt einfach so viel zu tun“, sagt er. Kein Wunder – denn schließlich ist „der Rassismus vielstimmiger geworden und es gibt eine konkrete politische Partei, die als Verstärker rechten Gedankenguts dient“, wie Rudi Klemm feststellt. Andererseits habe die Mehrheit der Gesellschaft manifestierte demokratische Einstellungen. Doch die Einzelfälle von Rechtsextremismus seien deutlich angestiegen. Woher diese kommen – das allerdings könne man nicht nachvollziehen. „Sie kommen aber nicht etwa durch die Geflüchtetenpolitik“, sagt Klemm. Diese werde aber vom Rechtspopulismus verarbeitet. In den sozialen Netzwerken wiederum werde der Populismus befeuert, zum Beispiel in Whats-App-Gruppen.

Bild: Screenshot

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