Hannover: 300 gegen Meuthen

Angesichts der Wahlkampfstation von AfD-Spitzenkandidat Jörg Meuthen in Hannover haben am Freitag rund 300 Menschen gegen den Auftritt des Politikers protestiert. Sie bezeichneten die Politik der Partei als „menschenfeindlich“ und „faschistoid“. Die Veranstaltung in Ricklingen musste von der Polizei abgesichert werden.

Rund 300 Demonstranten haben am Freitag in Hannover gegen den Besuch des AfD-Spitzenkandidaten Jörg Meuthen im Stadtteil Ricklingen protestiert. Trotz Regenwetters versammelten sich die Teilnehmer bereits gegen 16 Uhr am Schünemannplatz, unter anderem beteiligten sich linke Gruppen, die „Omas gegen Rechts“ und das Friedensbüro an der Demonstration. Meuthen machte am Abend im nur wenige Hundert Meter entfernten Stadtteilzentrum Ricklingen Station auf seiner Wahlkampftour zur anstehenden Europawahl, die Veranstaltung musste von der Polizei abgesichert werden.

Lauter Protest in Ricklingen

Nach der Auftaktkundgebung am Schünemannplatz zogen die Demonstranten über den Ricklinger Stadtweg zum Stadtteilzentrum, dort protestierten die Teilnehmer mit Parolen wie „Ganz Hannover hasst die AfD“ gegen die Wahlkampfveranstaltung. „Diese Partei ist menschenfeindlich und spricht sich gegen Geflüchtete aus“, sagte Brunhild Müller-Reiß vom Friedensbüro. „Das ist mindestens eine faschistoide Politik, und die wollen wir nicht wieder haben.“ Martin Kruegel von der IG Metall Nienburg-Stadthagen sagte: „Wir müssen jetzt etwas tun, ehe es zu spät ist.“ Auch Belit Onay, innenpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, war unter den Demonstranten. „Es ist super wichtig, Gesicht und Flagge gegen die AfD zu zeigen“, sagte er. Besonders erfreut war der Politiker, dass bei dem „bunten Protest“ sowohl junge als auch alte Menschen mitgemacht haben.

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