„Holocaust-relativierende Äußerungen von AfD-Politikern“

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Der Beauftragte der Bundesregierung für jüdisches Leben, Dr. Felix Klein, spricht von einer Brutalisierung des Antisemitismus in Deutschland. Im Sputnik-Interview macht er unter anderem die AfD dafür verantwortlich.

Klein stellt einen neuen Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias) vor.

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Herr Dr. Klein, nun neigt sich das Jahr 2018 dem Ende entgegen. Was ist das Fazit für Ihre Arbeit als Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland?

Im Jahr 2018 ist der Antisemitismus roher geworden. Er hat sich viel unverhohlener, viel offener geäußert als früher. Ich habe den Eindruck, dass die Zahl der Antisemiten in Deutschland nicht unbedingt gestiegen ist, aber die Art und Weise, in der er sich manifestiert, ist brutaler, roher und unverhohlener geworden. Das hat sehr viel mit dem Verschieben von roten Linien zu tun durch verschieden Entwicklungen. Einmal natürlich die Sozialen Medien, das Internet. Diese haben sehr, sehr stark dazu beigetragen. Dann auch die AfD, die Holocaust-relativierende Äußerungen führender Politiker nicht ausreichen innerparteilich geahndet hat, wodurch weitere Tabus gebrochen wurden. Nach dem Motto: das wird man schon noch mal sagen dürfen. Da sind Sätze gesprochen worden, die sich früher niemand getraut hätte.

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