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JA-Frühshoppen München: Mann soll ein dunkelhäutiges Kind rassistisch beleidigt haben

Die Jugendorganisation der AfD hat gerichtlich die Durchführung einer Veranstaltung in München durchgesetzt. Das Verwaltungsgericht hob die Hausverbote auf, die von der Stadt gegen Redner der AfD ausgesprochen worden waren.

Das Bündnis “München ist bunt” rief zur Gegendemo auf, etwa 100 Menschen nahmen am Protest teil.

Irgendwann konnten die 50 Polizeibeamten nicht mehr verhindern, dass zusammenkam, was nicht hätte zusammenkommen sollen: Da gerieten ein AfD-Anhänger und der Vater eines Fußball spielenden Buben aneinander, und Vertreter der Stadt mussten dazwischen gehen. Der Mann soll das dunkelhäutige Kind rassistisch beleidigt haben. Auch der Trainer einer Jugendmannschaft empörte sich über die aus seiner Sicht ungebetenen Gäste. Außerdem nahm die Polizei eine Anzeige wegen Volksverhetzung auf.

Es waren solche Szenen, die Oberbürgermeister Dieter Reiter und Bildungs- und Sportreferentin Beatrix Zurek befürchtet hatten. Am Freitag hatten sie deshalb noch versucht, die Veranstaltung der “Jungen Alternative” (JA) mit Björn Höcke in der Sportgaststätte “Antica Tropea” an der Lerchenauer Straße zu stoppen. Sowohl die JA als auch Höckes “Flügel” innerhalb der AfD stehen laut Verfassungsschutz unter Extremismusverdacht. Für Reiter stand deshalb am Freitag fest: “Veranstaltungen, die Rassismus und Antisemitismus schüren, die Grundwerte unserer Verfassung angreifen oder den Nationalsozialismus relativieren wollen, haben in städtischen Räumen keinen Platz.”

Diese Ansicht bekräftigte Reiter auch am Samstagabend, nachdem das Münchner Verwaltungsgericht das zuvor gegen Höcke und drei weitere AfD-Redner verhängte Hausverbot aufgehoben hatte. Reiter sagte, man werde für die Zukunft “die städtischen Regelungen dahingehend überarbeiten, dass auf städtischen Sportanlagen solche Veranstaltungen nicht mehr zugelassen sind”. Gerade Sportanlagen stünden für “die Vielfalt unserer Stadtgesellschaft sowie für die Werte der Toleranz und des Fairplay”.

Lese hierzu: München: Hausverbot für AfD’ler Höcke und Ebner-Steiner und Hausverbote gegen AfD-Politiker in München durch Gericht aufgehoben

Bild: Thüringen24

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