31. März 2020

Colorful Germany

Für ein buntes Deutschland

Lachgeschichten: AfD fordert “Hol Dir einen runter”

Soll es witzig sein? Man weiß nicht, was sich eine rechtsextremistische Partei bei solch einem Plakat denkt. Aber anscheinend nicht sehr viel. Auf jeden Fall ist dieses Wahlplakat obszön und anzüglich. Und irgendwie auch nicht für alle Altersgruppen geeignet, denkt man an die konsumierenden Kinder.

Angeblich richtet sich das Plakat an sogenannte “Linksfaschisten” und hat eine eindeutige sexuelle Aufforderung: “Hol Dir einen runter, kleiner Antifant”. Häme im Internet und mindestens 80 Prozent der Vorbeilaufenden wird mit dem Begriff “Antifant” gar nichts anfangen können.

Die rechtsextremistische AfD sorgt mit einem obszönen und abstoßenden Wahlplakat in typischer AfD-Optik für Wirbel.

Abreißplakat für den hirnlosen Linksfaschisten! Hol dir einen runter kleiner Antifant.

AfD-Wahlplakat

In der Footer-Zeile des Plakats ist dann zu lesen: “Denn die AfD liebt irgendwie auch Dich!” Damit ist der sogenannte “Antifant” (eine abwertende rechtsextremistische Bezeichnung für einen Antifaschisten) gemeint.

Es ist die perfekte Opferrolle

Außerdem heißt es noch auf dem Plakat, perfekt in einem duklen Oval inzeniert:

Sammelpunkt für den erbärmlichen Feigling.

AfD-Wahlplakat

Und somit konstruieren die Rechtsextremisten gleich ihre perfekte Opferrolle. Aus Sicht der AfD ist nämlich sie die Partei, die natürlich mehr wie jede andere Partei, die beliebteste Zielscheibe von politischen Gegnern und ihrer Zerstörungswut ist. Die AfD-Sichtweise suggeriert nämlich immer wieder gerne, dass es vor allem Ihre Wahlplakate sind, die häufiger als bei den politischen Gegnern, heruntergerissen, geklaut oder beschmiert werden.

Dazu eine trockene und nicht von der Hand zu weisende statistische Feststellung: Zuletzt waren es vor allem Wahlplakate der Grünen, Linken, der SPD und der Union die in Brandenburg im stabsmäßigen Stil von Neonazis und anderen rechten Wirrköpfen beschmiert oder zerstört worden sind.

Facebook-Rolle

Das Motiv des Wahlplakates hat auf Facebook unter anderem auch Janin Klatt-Eberle fleißig verbreitet. Es ist die Klatt-Eberle die nach parteiinternen Querelen noch den Vorsitz des Kreisverbandes Zwickau niedergelegt hatte.

Die Abreißplakate der AfD – der Renner im Landtagswahlkampf

Janin Klatt-Eberle (AfD) auf Facebook

Wie in Sachsen werden diese AfD-Wahlplakate auch in Brandenburg plakatiert. Wenn schon, dann richtig peinlich überall wo es geht.

Während noch zwei echte AfD-Büblein schelmisch grinsend neben dem neuen rechtsextremistischen und obszönen Wahlkampf-Renner posieren hat sich bereits ein wahrer Shitstorm bei Facebook entwickelt.

Was für ein Armutszeugnis.

Facebooknutzer

Na ja, Hauptsache, diese Plakate wurden durch Spenden finanziert und nicht durch Steuergelder. Es geht nichts über Inhalte.

Facebooknutzer

So sieht also echte deutsche Leidkultur aus.

Facebooknutzer

Und am Ende?

Nun ja, bleibt also festzuhalten, dass die rechtsextremistische AfD nun lieber im Schmuddelmilieu arbeitet und mit Obszönitäten hervorsticht. Vielleicht sollten die Kommunen einmal prüfen, in wie weit diese Plakate überhaupt öffentlich aufgehangen werden dürfen. Und dieses nicht nur, weil es sich um einen rechtsextremistischen Hassaufruf handelt, sondern weil vielleicht der ein oder andere Bürger seine Kinder nicht solchen sexuellen Anspielungen in aller Öffentlichkeit aussetzen möchte.

Oder aber? Vielleicht hat die AfD auch ein grammatikalisches Problem in ihren Reihen und es sollte am Ende nur heißen: “Hol dir eines runter…”. Es würde zumindest den IQ der Partei erklären.

Runter mit diesen Plakaten!

Das muss am Ende die Forderung an die entsprechenden Kommunen in Sachsen und Brandenburg sein!

Frank Schurgast

Alle Bilder: Screenshot Facebook

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