WESTDEUTSCHER RUNDFUNK KÖLN Dachmarke des Senders. / Grafik: © WDR

MONITOR studioM im WDR Fernsehen zum Thema Rassismus gegen Sinti und Roma

Köln/Bremen (fs) – Aus aktuellem Anlass diskutiert Georg Restle in der neuen Ausgabe MONITOR studioM mit Betroffenen und einem Experten über Rassismus gegen Sinti und Roma in unserer Gesellschaft und in den Medien. Nach der Kritik an “Die letzte Instanz” hatte der WDR bereits für März einen Themenschwerpunkt im WDR Fernsehen zum Thema Rassismus angekündigt. Das YouTube-Format MONITOR studioM beschäftigt sich schon jetzt mit der Frage, woher die Klischees über Sinti und Roma kommen und warum so getan wird, als seien sie Fremde von irgendwoher.

Die Gesprächsrunde ist bereits online und am Mittwoch, 17.2.2021 um 23 Uhr auch im WDR Fernsehen zu sehen.

Georg Restle spricht mit dem Roma-Aktivisten Gianni Jovanovic, mit der Sängerin und Feministin Tayo Awosusi-Onutor und mit Dr. Markus End, Politologe von der Technischen Universität Berlin über folgende Fragen: Ist Rassismus gegen Sinti und Roma ein strukturelles Problem? Gibt es rassistische Klischees, die die Berichterstattung in den Medien prägen? Wie ist die Situation im Bildungsbereich oder bei der Polizei? Warum wird die Geschichte der Verfolgung und Vernichtung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus regelmäßig ausgeblendet? Und warum führen wir solche Debatten immer wieder, ohne dass sich daran etwas ändert?

Zu den Gästen

Gianni Jovanovic

Gianni Jovanovic ist Comedian, Autor und Unternehmer und engagiert sich seit Jahren für die Rechte von Roma und Sinti. Mit diversen Projekten und Initiativen macht er sich auch für Menschen der LGBTIQ-Community stark. Seine Themen: Persönlichkeitsentwicklung und Empowerment, Diversity und Intersektionale Diskriminierung. Der gebürtige Rüsselsheimer wurde mit vierzehn Jahren verheiratet. Mit sechzehn wurde er Vater eines Sohnes, ein Jahr später folgte seine Tochter. Mit Anfang 20 outete sich Gianni Jovanovic als homosexuell und trennte sich von seiner Ehefrau. Inzwischen ist er zweifacher Großvater und seit 15 Jahren mit seinem Ehemann verheiratet. Zu seinen Kindern hat er einen engen Kontakt.

Tayo Awosusi-Onutor

Tayo Awosusi-Onutor ist deutsche R’N B und Soulsängerin, die auf Englisch und Romani singt. Gebürtig aus Karlsruhe, bezeichnet sich Tayo Awosusi-Onutor selbst als Afro-Sintezza. Sie hat Germanistik und Multimedia studiert und ist Mitbegründerin und Vorstandsmitglied des Vereins RomaniPhen. Der Verein, zu Deutsch “Romani-Schwester”, arbeitet feministisch, rassismuskritisch und will die Sichtbarkeit von Sintezza und Romnja in Kunst, Bildung und Wissenschaft fördern. 2017 veröffentlichte sie die Dokumentation “Phral mende – Wir über uns. Perspektiven von Sinti und Roma in Deutschland. “Ihre Mutter ist die deutsche Sintezza und Bürgerrechtlerin Anita Awosusi. Ihre Großeltern mütterlicherseits waren Holocaust-Überlebende.

Dr. Markus End

Dr. Markus End forscht und arbeitet am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem auch “Antiziganismus in den Medien” sowie “Polizei und Antiziganismus”. Er ist seit 2016 Vorsitzender der Gesellschaft für Antiziganismusforschung e.V. und Mitglied der Unabhängigen Kommission Antiziganismus am Bundesministerium des Innern. Er arbeitet mit an einer Erhebung zu Alltagsrassismus gegen Roma und Sinti.

studioM ist das YouTube-Format mit MONITOR-Redaktionsleiter Georg Restle. MONITOR ist eine Produktion des WDR für die ARD. Die 14. Ausgabe von studioM ist bereits jetzt online unter monitor.de.

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