Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe der DDR

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Aus der gleichnamigen Konferenz von Januar 2017 hervorgegangen, wirft der Band kritische Fragen zu den Nachwirkungen des Nationalsozialismus auf. Im Hinblick auf die DDR gibt es dazu zwar vereinzelt Forschung, aber nicht „in dem Umfang und in der Breite, in dem es wünschenswert wäre“. Forschung, aber auch Journalismus, Schulen, Museen und Gedenkstätten müssen aufholen, was in der DDR nicht geschah. Die Herausgeber, die Vorsitzende und Gründerin der Amadeu Antonio Stiftung Anetta Kahane, die Historiker Martin Jander und Patrice G. Poutrus, sowie Enrico Heitzer von der Gedenkstätte Sachsenhausen, betonen, der Band solle anregen, „die DDR stärker in den „großen Linien“ der Geschichte des 20. Jahrhunderts zu verorten“.

Dahinter steht auch die Erkenntnis über den Zusammenhang von nicht ausreichend aufgearbeiteter Vergangenheit in der DDR und den aktuellen rechten Tendenzen. Ein Klima sei entstanden, „in dem bislang ignorierte oder verdrängte Konfliktlinien der deutschen Mehrheitsgesellschaft – wie der Umgang mit Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus – deutlich zutage treten.“ Immer wieder wird die DDR-Aufarbeitung sogar für rechtspopulistisches Engagement instrumentalisiert. Forschung im Sinne der politischen Bildung ist also Hauptanliegen des Bandes.

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Die Beiträge widmen sich im ersten Teil Themen wie Antisemitismus und Antizionismus in der DDR, dem Umgang mit Sinti und Roma, „Asozialität“ und Opposition. Im zweiten Teil sind Beiträge versammelt, die sich mit der Ausarbeitung der DDR in der Bundesrepublik nach 1989 auseinandersetzen, darunter auch sehr persönliche Erfahrungen.

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