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Opfergedenken mit Mahnwache in Bottrop

Mehr als 250 Teilnehmer bekunden ihre Trauer und zeigen Flagge gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus am Berliner Platz in der Innenstadt.

Bottrop zeigt sich vereint in der Trauer. Bei einer Mahnwache für die Opfer des fremdenfeindlichen Anschlags in der Silvesternacht haben sich am Samstag um 11 Uhr mehr als 250 Menschen auf dem Berliner Platz in der Bottroper Innenstadt versammelt. Für eine Stunde zeigten sie mit Schildern, Transparenten und Plakaten ihre Botschaft: Bottrop besitzt eine offene und bunte Stadtgesellschaft ohne Rassismus.

Vermutlich aus Fremdenhass hatte ein 50-jähriger Mann aus Essen eine Amokfahrt auf Ausländer verübt. Auch ein paar Tage danach waren viele Teilnehmer der Mahnwache noch immer fassungslos darüber, dass solch schreckliche Tat in ihrer Stadt stattfinden konnte. Der Täter war unter anderem auf der Osterfelder Straße auf Fußgänger zugerast.

Eine Anwohnerin, die ihren Namen nicht nennen möchte, berichtete auf der Mahnwache im Gespräch mit unserer Zeitung von ihren Erlebnissen in der Silvesternacht. Sie könne es noch immer nicht verstehen.

Glücklicherweise sei sie um Mitternacht nicht zum Feiern auf die Straße gegangen. Am nächsten Tag sei alles mit rot-weißem Flatterband abgesperrt gewesen. Erst dann habe sie die genaueren Hintergründe erfahren. „Man liest und hört immer wieder von solchen Taten, aber dann passiert so etwas plötzlich vor der eigenen Haustür“, sagte sie.

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