Proteste gegen AfD-Vortrag an Uni

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Dr. Marc Jongen (AfD-MdB) sprach im Schönecker-Seminar in Weidenau. Bis zum Schluss war nicht absehbar, ob das Seminar wie geplant über die Bühne gehen würde.

An diesem Seminartermin so kurz vor Weihnachten war nichts normal. Der Parkplatz des Artur-Woll-Hauses stand voller Polizeiautos, an jeder Ecke hatten sich entweder Polizisten oder stabil gebaute Sicherheitsleute postiert. Der Eingang zum Gebäude war streng bewacht, eine doppelte Ausweiskontrolle erlaubte nur angemeldeten Besuchern den Eintritt.

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Marc Jongen zu „Hate Speech“

170 Personen durften dem umstrittenen Vortrag im Rahmen des Seminars „Denken und denken lassen. Zur Philosophie und Praxis der Meinungsfreiheit“ zuhören. Prof. Dr. Dieter Schönecker hatte Dr. Marc Jongen eingeladen, seines Zeichens studierter Philosoph und derzeit Bundestagsabgeordneter der AfD. Jongens Thema: „Vom Free Speech zum Hate Speech – auch eine Dialektik der Aufklärung“.

Proteste blieben friedlich

Die angekündigten Proteste gegen den Auftritt Jongens in Siegen nahmen kurz vor 16 Uhr ganz friedlich ihren Lauf. Jongen selbst war schon frühzeitig ins Artur-Woll-Haus gekommen, musste also nicht durch das Spalier der Protestler. Diese harrten in der einbrechenden Dunkelheit trotz des Regens zwei Stunden auf dem Parkplatz aus und machten abwechselnd mit lauter Musik und Sprechchören auf sich aufmerksam. Im Saal waren diese akustischen Manöver zwar zu hören, aber dank der Schallschutzfenster nicht wirklich als Störungen zu erleben. Die Seminarbesucher selbst hörten ruhig zu und waren keineswegs auf Randale aus.

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