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Rassistische Propaganda: Facebook reagiert auf den öffentlichen Druck

Facebook reagiert auf den öffentlichen Druck nach dem Anschlag im neuseeländischen Christchurch, stärker gegen rassistische Propaganda vorzugehen. Das Netzwerk verbietet Propaganda für zwei rassistische Strömungen. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern begrüßt den Schritt.

Der Facebook-Konzern weitet seinen Kampf gegen rassistische Inhalte auf seinen Plattformen Facebook und Instagram aus. Der Schritt ist eine Reaktion auf die Debatte nach dem rassistischen Massaker an 50 Muslimen im neuseeländischen Christchurch. Facebook war vorgeworfen worden, nicht genug gegen Rassismus auf seinen Plattformen zu unternehmen.

Von nächster Woche an seien “Lob, Unterstützung und Präsentation” von “weißem Nationalismus” und “weißem Separatismus” verboten. Das erklärte das Unternehmen in einem Beitrag in seinem Blog. Diese Strömungen seien eng mit “organisierten Hassgruppen” verquickt.

Diese Begriffe sind in Deutschland weniger bekannt. Weiße Nationalisten fordern einen ethnisch definierten Staat “für Weiße” oder zumindest eine weiße Mehrheit im Staat. Weiße Separatisten fordern, weiße von nicht-weißen Menschen zu trennen – was nur mit Gewalt gegen diese möglich wäre.

Kritikern der Begriffe zufolge sind sie nur Tarn-Wörter für blanken Rassismus und das Konzept der white supremacy (Vorherrschaft der Weißen), nach dem weiße Menschen über anderen ethnischen Gruppen stehen. Der Attentäter von Christchurch steht dieser Ideologie nahe. Propaganda für und Bekenntnisse zur white supremacy sind auf Facebook schon länger verboten.

Gelöscht würden nun Sätze wie: “Ich bin ein stolzer weißer Nationalist”, erklärte Facebook, oder auch: “Einwanderung reißt das Land auseinander, weißer Nationalismus ist die einzige Antwort.”

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