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Antisemitismus

Sarah Borowik-Frank aus Konstanz, Mutmacherin der “Generation Grenzenlos” egagiert sich gegen Antisemitismus

Frankfurt/Ganderkesee (fs) – „Wie willst du denn Empathie für ein Volk, für einen einzelnen Menschen haben, wenn du eigentlich gar nicht über ihn weißt?“ Was kann man gegen den wachsenden Antisemitismus in Deutschland tun? Wo kann man ansetzen, damit Hass und Vorurteile gar nicht erst die Chance haben, zu entstehen? Diese Fragen stellt sich die 28jährige Sarah. Sie ist eine Gewinnerin der Generation Grenzenlos, die Social-Media-Jahreskampagne der Hertie-Stiftung anlässlich 30 Jahre Deutsche Einheit mit insgesamt 30 Video-Porträts von unter 30 Jährigen Alltagshelden über grenzenloses Engagement.

Beispielgebend, inspirierend und vorausschauend – das sind die 30 unter 30-Jährigen der Generation Grenzenlos, die die Hertie-Stiftung in ihrer Social-Media-Kampagne anlässlich 30 Jahren Deutscher Einheit gesucht und gefunden hat. Mit Generation Grenzenlos soll eine Brücke von 1989 in die Zukunft geschlagen und herausragendes Engagement junger Menschen heute sichtbar gemacht werden. Die ausgewählten 30 unter 30 stammen aus 14 Bundesländern und engagieren sich in den Themenfeldern Integration, kulturelle Vielfalt, Nachhaltigkeit, Inklusion, Chancengleichheit, politische Bildung oder im Rettungsdienst für unsere Gesellschaft. „Wir haben Jugendliche und junge Erwachsene ausgewählt, die sich nicht nur gegen, sondern auch für etwas einsetzen und wollen sie dabei unterstützen, ihre Projekte groß zu machen“, sagt Elisabeth Niejahr, Geschäftsführerin für den Bereich „Demokratie stärken“ bei der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

Der Anschlag in Halle an Jom Kippur 2019 war für Sarah Borowik-Frank der Wendepunkt, an dem sie beschloss, aktiv gegen Antisemitismus, Hass und Vorurteile vorzugehen. Sarah ist überzeugt, dass das beste Mittel gegen jegliche Form von Menschenfeindlichkeit Empathie ist: „Wenn wir es schaffen würden, jeden Menschen individuell zu betrachten und uns darauf einzulassen, dann haben wir wirklich das Potenzial, in einer Gesellschaft zu leben, in der es wirklich Bock macht, zu leben,“ sagt sie.

Deshalb nutzt sie so viele Plattformen wie möglich, um über jüdisches Leben und die jüdische Kultur zu erzählen. Sie beschäftigt sich mit verschiedensten künstlerischen Mitteln mit ihrer Herkunft und Religion und zeigt Einblicke in das jüdische Leben an Schulen und Unis, in Performances, Poetry Slams oder als Bloggerin auf ihren Social Media Kanälen. Dabei richtet sie ihren Blick in eine bessere Zukunft und fragt: „Was wollt ihr über das jüdische Leben wissen?“

Sarah macht jüdisches Leben für andere Menschen nahbarer, baut Vorurteile ab und kämpft damit gegen den wachsenden Antisemitismus in Deutschland. Deshalb ist sie eine von 30 unter 30 der #Generationgrenzenlos.

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