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Spannungsmesser in einem nervösen Deutschland

Im bayerischen Amberg herrscht nach den mutmaßlich von Asylbewerbern begangenen Attacken auf Passanten eine bedrückte Stimmung. Die Bürger reagieren unterschiedlich auf die Geschehnisse und die Debatte um härtere Abschieberegeln.

Ein paar Hanseln von der NPD patrouillieren nach der Prügelattacke in Amberg kurz durch die Stadt. Und schon ist eine hysterische Debatte im Gang. Ein weiterer Beleg dafür, wie die virtuelle Welt Tatsachen schafft.

Die „Bürgerwehr von Amberg“ entstand auf die gleiche Art wie unser Universum nach einer gängigen Theorie. Erst war da nichts, dann manifestierte sich ein Hauch von Etwas, und schon kurze Zeit später war alles voll von diesem Universum.

In Amberg, wo vier betrunken prügelnde Asylsuchende Hetzjagd auf Menschen machten, patrouillierten am Tag danach wohl eher für Minuten als für Stunden vier Hanseln von der NPD. Nur die Idee einer Wehr, bürgerlich sahen sie auch nicht aus. Über nieselregenerprobter Funktionsjacke trugen drei von ihnen Schutzwesten, denen der französischen Protestanten nicht unähnlich. Aber in Rot, darauf ein runenartig gekantetes „S“, das sollte wohl für „Schutzzone“ stehen, denn um solche Bereiche zu schaffen, waren die Herren aus Nürnberg angereist.

„Wenig los“, schrieben sie aber maulig leicht ins Internet. In Amberg selbst nimmt niemand die Truppe wahr, weder die „Polizei noch besorgte Bürger“, wie später von den Behörden mitgeteilt werden würde.

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