Tino Chrupalla von der AfD. / Foto: Screenshot Youtube

Tino Chrupalla (AfD): Flucht nach vorne?

Der AfD-Fraktionsvorstand distanziert sich von Störern im Bundestag und denkt über Entschuldigung nach.

Berlin/Bremen (ots/fs) – Der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bundestag, Tino Chrupalla, hat die Störaktionen im Bundestag scharf verurteilt. Das seien “beschämende Bilder, die wir gesehen haben”, so Chrupalla am Donnerstag im ARD-Mittagsmagazin.

Auch wir als AfD-Fraktionsvorstand distanzieren uns ganz klar von diesen Bildern. Wir werden das aufarbeiten, wir werden das thematisieren in den nächsten Tagen im Fraktionsvorstand, aber auch in der Fraktion.

Tino Chrupalla heute im ARD-Mittagsmagazin

Es seien “absolut unschöne und unwürdige Bilder, die auch Schaden für unsere Fraktion bedeuten”, so Chrupalla weiter.

Chrupalla kündigte auch eine Entschuldigung an die bedrängten Abgeordneten an.

Ich denke schon, dass wir das dann in diesem Falle auch tun werden, wenngleich man natürlich sagen muss: Es ist auch in den letzten Jahren immer wieder zu Störern gekommen, die in den Bundestag gekommen sind, auch sogenannte Aktivisten, die ähnliche Dinge dort gemacht haben […].

Tino Chrupalla heute im ARD-Mittagsmagazin

Am Mittwoch wurden Abgeordnete am Rande der Debatte über das Infektionsschutzgesetz von Aktivisten bedrängt, gefilmt und beleidigt. Bei den Aktivisten handelt es sich um Verschwörungstheoretiker und rechte Youtuber, die offenbar als Gäste von AfD-Abgeordneten in den Bundestag gelangt sind.

Union und SPD haben dazu eine Aktuelle Stunde mit dem Titel “Bedrängung von Abgeordneten verurteilen – Die parlamentarische Demokratie schützen” beantragt. Sie soll am Freitagvormittag auf die Tagesordnung gesetzt werden.

In wie weit man nun die Worte und Bekenntnisse von Chrupalla, der eher dem nicht gemäßigten rechten Spektrum nahe steht, ernst nehmen kann, wird die nahe Zukunft zeigen. Es sieht jedoch alles eher nur nach einem taktischen Verhalten und die berühmte Flucht nach vorne aus.

2 Kommentare

  1. Provokation ist Afd Programm- dies jetzt zu verurteilen ist purre Heuchelei, zumal dann, wenn man das Argument- andere haben aber auch schon- anbringt. Ich habe schon im Kindergarten gelernt, das “Der Peter hat aber auch” nicht zieht. Mir ist völlig egal ob das einzelne Abgeordnete waren, die die afd Schergen eingeladen haben. Jeder Abgeordnete ist Repräsentant seiner Partei. Darum ist die Afd als Ganzes dafür zu verurteilen. Wenn ich Abgeordneter wäre, wüsste ich auch, wen ich da einlade. darum ist diese Aktion für mich eine, von der AfD, geplante Aktion. Last euch doch nicht länger auf der Nase herumtanzen. es waren rechtsextreme- eingeladen von einer Rechtsextremen Partei.

    1. Du hast natürlich völlig recht mit Deinen Kommentar. Am Ende bleibt nur zu sagen: Es war eine Aktion von Verfassungsfeinden! Die AfD gehört dringend in Ihrer Gesamtheit unter Beobachtung.

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