Clara Zetkin, gemeinsam mit Lore Agnes und Frau Wurm um 1920, beim Verlassen des Reichstags in Berlin. / Foto: ZDF und ORF/NGF Geyrhalterfilm/Bundesarchiv Deutschland

TV-Tipp zum Weltfrauentag 2021

Mainz/Bremen (fs) – Vor 100 Jahren wurde der 8. März zum festen Datum für den jährlichen Weltfrauentag. Dies ist Anlass für ein vielfältiges TV- und Online-Angebot der ZDF-Senderfamilie und von 3sat.

WISO-Dokus “Frau sein” und “Mann sein” in der ZDFmediathek

Ebru Sakarya, heute Mutter einer 18-Jährigen, wurde von ihrem muslimisch geprägten Elternhaus vorgegeben, wie sie sich als Mädchen verhalten sollte. / Foto: ZDF und Jonny Müller-Goldenstedt

Das Pandemiejahr 2020 hat die Themen Arbeit, Familie und Partnerschaft neu in den Fokus gerückt – und damit auch den Wandel der traditionellen Rollenbilder. Die zwei “WISO”-Dokus “Frau sein” von Filmemacherin Denise Jacobs und “Mann sein” von Filmemacher Philipp Katzer in der ZDFmediathek gehen der Frage nach, welche Rolle das Frausein und das Mannsein noch spielen? In den beiden jeweils rund 35-minütigen Filmen sprechen Frauen und Männer aus unterschiedlichen Lebenssituationen und mit unterschiedlichen Überzeugungen offen über ihr Rollenverständnis.

Wie Männer zu sein haben und was Frauen dürfen oder besser lassen sollten, wird schon im Kindesalter vermittelt. Und auch wenn traditionelle Rollenbilder sich im Wandel befinden, sind die Geschlechter noch immer unterschiedlich sozialisiert. Das öffnet Spannungsfelder und birgt beides: Chancen und Unsicherheiten.

Steffen Schulz träumte davon, Millionär werden – heute ist er als alleinerziehender Papa arbeitslos und glücklich. / Foto: ZDF und Felix Korfmann

Die beiden Dokumentationen begeben sich auf Spurensuche: Wie sind die Vorstellungen von Mannsein und Frausein entstanden? Wie prägen Rollenbilder das Leben, wo schränken sie ein und erzeugen ein Korsett aus Erwartungshaltungen und Klischees? Denise Jacobs und Philipp Katzer haben für ihre Dokumentationen Menschen mit ganz unterschiedlichen Perspektiven und Biografien getroffen. Die Gespräche geben einen persönlichen und oft überraschenden Einblick in die geschlechtsspezifischen Lebensrealitäten von Männern und Frauen in Deutschland. Familie, Kinder, Karriere, Liebe oder Sex – über diesen Themen schwebt immer auch die Frage: Wie selbstbestimmt kann Mann oder Frau heute leben?

Das ZDF-Magazin “WISO” bietet mit diesen beiden Gesellschaftsdokus einen erweiterten Blick auf die Themen der WISO-Welt “Arbeit, Familie und Partnerschaft” und zugleich persönliche Innenansichten, was das Frausein und Mannsein heute bedeutet. Die Perspektiven und Erfahrungen der Frauen und Männer, die zu Wort kommen, sind so unterschiedlich wie ihre Leben und stehen in den Filmen gleichwertig nebeneinander.

Ab sofort in der ZDFmediathek: https://bit.ly/3pSUfV9


Das Literarische Quartett

Gastgeberin Thea Dorn. / Foto: ZDF und Jule Roehr

Erstmals seit Bestehen der ZDF-Literatursendung “Das Literarische Quartett” sprechen ausschließlich Frauen über vier markante Neuerscheinungen auf dem deutschsprachigen Buchmarkt. Gastgeberin Thea Dorn debattiert mit den Schriftstellerinnen Sibylle Lewitscharoff, Jagoda Marinić und Juli Zeh.

Freitag, 26. Februar 2021, 23.30 Uhr, ZDF


aspekte: Wozu Feminismus?

“aspekte – ab 23.Oktober 2020”: Katty Salié, Jo Schück. / Foto: ZDF und Svea Pietschmann

Seit über hundert Jahren kämpfen Frauen für ihre Rechte, doch noch immer liegt vieles im Argen. Toxische Männlichkeit ist Realität, und jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Dennoch ist viel in Bewegung. Die #MeToo-Kampagne hat das Bewusstsein für sexuelle Ausbeutung in Institutionen geschärft; eine Quotenregelung soll mehr Frauen einen Platz in Vorständen großer Unternehmen verschaffen, und in vielen Kulturbereichen, zum Beispiel im Rap oder in der bildenden Kunst, wächst die Zahl junger Frauen, die sich in angestammten Männerdomänen einen Namen machen.

Die ZDF-Kultursendung “aspekte” trifft Künstlerinnen, Musikerinnen und Schriftstellerinnen, unter anderen die weltbekannte Autorin Isabel Allende. Sie ist eine Feministin alter Schule und hat soeben ihre Autobiographie “Was wir Frauen wollen” veröffentlicht, eine persönliche Kampfansage an das Patriarchat. Außerdem sprechen wir mit der Journalistin Georgine Kellermann, die früher Georg Kellermann hieß. Und wir berichten über eine neue Generation von Feminist*innen, die für sich in Anspruch nimmt, “nonbinär” zu sein und sich nicht auf eine männliche oder weibliche Rollenzuschreibung festlegen lassen möchte.

Freitag, 5. März 2021, 23.30 Uhr, ZDF


Frauenprotest und Widerstand – Kampf für ein neues Amerika

Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten 2016 stehen Frauen auf und organisieren sich, um gegen Ungleichheit und sexuelle Belästigung vorzugehen.

Im Zuge der “MeToo”-Debatte marschieren Frauen in Protestmärschen gegen sexuelle Übergriffe und Belästigungen. / Foto: ZDF und Joshua Lott/ACLU

Auf den “Women’s March” – der weltweit Ableger hat – folgt die Gründung von Bewegungen wie “#MeToo” und “Time’s Up”. Frauen üben mithilfe von Demos, Medien und Initiativen Druck auf die von Männern dominierte Welt aus.

Nach dem Amtsantritt von Donald Trump formieren sich immer mehr Frauen in Protestbewegungen, um für mehr Arbeits- und Selbstbestimmungsrechte zu demonstrieren. / Foto: ZDF und Victoria Pickering

Die Dokumentation lässt die Initiatorinnen und Gründerinnen dieser Bewegungen zu Wort kommen. Sie schildern den Moment des Erwachens, als ihnen klar wurde, dass es bei diesen Frauenthemen nicht um einzelne persönliche Befindlichkeiten geht, sondern um einen sozialen Missstand. Sie schaffen Plattformen, auf denen sich auch andere Frauen mitteilen können.

Mitglieder der “Domestic Workers Alliance” veranstalten Kundgebungen und Protestmärsche vor dem Kapitol in Washington. Neben dem “Women’s March” nur eine von vielen. / Foto: ZDF und The National Domestic Workers Alliance/Othello Banaci

So wird sichtbar, welches Ausmaß die ungleiche Behandlung von Frauen in der modernen Gesellschaft tatsächlich immer noch hat. Die Bewegungen verfolgen das Ziel, ausreichend Öffentlichkeit zu schaffen, um Frauen in wichtige Ämter zu bringen und insgesamt gesetzliche Änderungen herbeizuführen, die die Ungleichheit beenden.

Freitag, 5. März 2021, 12.00 Uhr, ZDFinfo


Kulturzeit extra: Jahrhundert der Frauen

Frauen und Männer sind gleichberechtigt. So steht es in vielen Verfassungen der westlichen Welt. Doch wieviel Freiheit hat Frau im Jahre 2021 und auf welche Barrieren stößt sie in unserer Gesellschaft? In einer monothematischen Ausgabe “Kulturzeit extra. Jahrhundert der Frauen” (live) am Montag, 8. März 2021, um 19.20 Uhr versucht das 3sat-Magazin am Internationalen Frauentag eine Bestandsaufnahme.

Nina Brunner. / Foto: ZDF und Jana Kay

Kein Blick zurück, auch wenn der Tag am 8. März zum 100. Mal gefeiert wird. Es geht um Frauen heute: Was können sie erreichen und wofür kämpfen sie? Moderatorin Nina Mavis Brunner geht auch der Frage nach, ob der Feminismus facettenreicher geworden ist und sich so jenseits der Binarität auch die Frage nach dem Frausein neu stellt.

Montag, 8. März 2021, 19.20 Uhr, 3sat


Aus der Küche ins Bundeshaus

Demonstration für das Frauenstimmrecht 1929. / Foto: ZDF und SRF, Climage AS, Stéphane Goël
  • Dokumentarfilm, Schweiz 2021
  • Regie: Stéphane Goël
  • Deutsche Erstausstrahlung
Demonstration im Jahr 1928. / Foto: ZDF und SRF, Climage AS, Stéphane Goël

Die Schweiz war eines der letzten Länder der Welt, welches das Frauenstimm- und Wahlrecht eingeführt hat. Haushalt, Küche, Kinder und Kirche. Jahrzehntelang hat diese Litanei das Leben der Frauen geprägt. Mit Witz und Ironie führt Filmemacher Stéphane Goël durch ein Jahrhundert Schweizer Geschichte. Auf den Spuren von Frauen, die dafür gekämpft haben, den Herd verlassen zu können – und von Männern, die alles versucht haben, um sie dorthin zurückzuschicken – bis zur Erreichung einer gesetzlichen Gleichstellung.

Plakat gegen das Frauenstimmrecht. / Foto: ZDF und SRF, Climage AS, Stéphane Goël

Montag, 8. März, 22.30 Uhr, 3satDokumentarfilmzeit


FilmFrauen. Die Interviews

Sie sind mit Leib und Seele Schauspielerinnen, stammen aus dem Osten Deutschlands, haben eine Menge erlebt – und eine ganze Reihe Film- und Fernsehpreise abgeräumt: Carmen-Maja Antoni, Katrin Sass, Claudia Michelsen und Maria Ehrich. Ab Montag, 8. März 2021, zeigt ZDFkultur anlässlich des Weltfrauentags eine neue Staffel der für den Grimme-Preis nominierten Webserie “FilmFrauen. Die Interviews”: https://zdf.de/kultur/filmfrauen-die-interviews

Sibel Kekilli im Interview. / Foto: ZDF und Marc Vorwerk

Die jeweils rund 15-minütigen Gespräche präsentieren vier starke Frauen und gewähren persönliche Einblicke in die beruflichen und privaten Lebenswege der Schauspielerinnen. Klug, reflektiert und authentisch erzählen sie von Schlüsselmomenten, Karriere-Krisen und Triumphen. Sass und Antoni zum Beispiel wissen von großen DEFA-Regisseuren zu berichten und haben bei der Wende manche Überraschung erlebt. So erfuhr Katrin Sass erst damals, warum sie nach ihrer Auszeichnung mit einem Silbernen Bären 1982 eine mehrjährige Drehpause in der DDR auszuhalten hatte. Antoni, Sass und Michelsen erzählen vom Frauenalltag in der DDR und von Frauenrollen in verschiedenen Lebensphasen, Maria Ehrich von Erfolgsdruck und Anforderungen der Leistungsgesellschaft. Thema ist auch, wo sich weiterhin strukturelle Benachteiligungen von Frauen in der Filmbranche zeigen. Die Filmfrauen machen klar: bis zur Gleichberechtigung ist noch viel zu tun.

Heike Makatsch. / Foto: ZDF und MARC VORWERK

Mit den vier neuen Interviews geht die Webserie “FilmFrauen. Die Interviews” in die nächste Staffel. Ab Anfang März können sich akkreditierte Journalisten und Journalistinnen im Vorführraum des ZDF-Presseportals einen Eindruck von den Folgen verschaffen.

Ab Montag, 8. März 2021, ZDFkultur: https://zdf.de/kultur/filmfrauen-die-interviews


Ama-San – Die Frauen des Meeres

Unter Wasser eröffnet sich eine eigene Welt. / Foto: ZDF und SRF/Vincafilm
  • Dokumentarfilm, Portugal/Japan/Schweiz 2016
  • Regie: Cláudia Varejão
Das Wickeln des Kopftuches ist eine Kunst. / Foto: ZDF und SRF/Vincafilm

Ein Sprung ins Wasser und das Licht der Nachmittagssonne bricht sich in den Wellen. Die Luft in der Lunge muss reichen um auf dem Meeresgrund des Pazifischen Ozeans die Abalone-Muschel vom Felsen zu lösen. Ohne Sauerstoffflaschen und andere Hilfsmittel kommt der Körper beim Atmen unter Wasser an die Grenzen seiner Fähigkeiten. In Wagu, einem Fischerdorf auf der Izu-Halbinsel, tauchen Matsumi, Mayumi und Masumi jeden Tag und wissen vorher nicht, was sie finden werden. Die Ama-San in Japan tauchen seit über 2000 Jahren auf diese Art und Weise auf der Suche nach Muscheln und anderen Meerestieren.

Ama-San auf dem Weg zum Arbeitsplatz. / Foto: ZDF und SRF/Vincafilm

Dienstag, 9. März, 23.00 Uhr, 3sat


Die Chefinnen – Wenn Frauen an der Macht sind

Claudia Graf führt den Familienbetrieb in 5. Generation. / Foto: ZDF und SRF
  • Dokumentarfilm, Schweiz 2020
  • Regie: Hanspeter Bäni
  • Deutsche Erstausstrahlung
Kaderfrau Nadine Caprez wünschte sich von ihrem Mann mehr Unterstützung bei der Kinderbetreuung. / Foto: ZDF und SRF

In der Privatwirtschaft finden sich viel mehr Männer in Toppositionen als Frauen. Doch die Frauen holen langsam auf – trotz zahlreicher Erschwernisse. Filmautor Hanspeter Bäni porträtiert drei weibliche Führungskräfte, die unter anderem über Arbeitsteilung, Rollenbilder und Vorurteile reden und geht der Frage nach, weshalb in der Schweiz nur knapp 17 Prozent der arbeitenden Frauen eine Vorgesetztenfunktion einnehmen.

Regelmässig besucht Cornelia Marending (links) eine ihrer 123 Filialen. / Foto: ZDF und SRF

Mittwoch, 10. März, 20.15 Uhr, 3sat


Die Unbeugsamen – Drei Frauen und ihr Weg zum Wahlrecht

Marie-Luise Stockinger als Hildegard Burjan, Katharina Haudum als Adelheid Popp, Anna Brüggemann als Clara Zetkin. / Foto: ZDF und ORF/Roman Zach-Kiesling
  • Doku-Drama, Österreich 2019
  • Regie: Beate Thalberg
  • Deutsche Erstausstrahlung
Adelheid Popp (damals Dworak), 1891. / Foto: ZDF und ORF/NGF

1910: Eine Gruppe Frauen riskiert alles, um für Selbstbestimmung, fairen Lohn und ihr Wahlrecht zu kämpfen. Sie werden ausgelacht, verstoßen, verhaftet. Doch das wirft sie nicht zurück.

Clara Zetkin (1897). / Foto: ZDF und ORF/NGF Geyrhalterfilm/Bundesarchiv Deutschland

Die Deutsche Clara Zetkin und die Österreicherin Adelheid Popp werden zu den bekanntesten Protagonistinnen der Arbeiterbewegung. Die Pionierin des bürgerlichen Lagers ist Hildegard Burjan – in Deutschland geboren, in Österreich aktiv.

Hildegard Burjan, in jungen Jahren. / Foto: ZDF und ORF/NGF Geyrhalterfilm/Caritas Sozialis

Bald werden sie von anderen Frauen und auch einigen Männern unterstützt. 1919 haben sie in zwei Ländern das Wahlrecht durchgesetzt: in Österreich und in Deutschland. Pionierhaft. In den meisten anderen europäischen Ländern wird es erst später eingeführt.

Clara Zetkin, gemeinsam mit Lore Agnes und Frau Wurm um 1920, beim Verlassen des Reichstags in Berlin. / Foto: ZDF und ORF/NGF Geyrhalterfilm/Bundesarchiv Deutschland

Es ist auch ein Erfolg der Zusammenarbeit und der Diskussionen zwischen deutscher und österreichischer Frauenbewegung. Sie haben gemeinsame Ideale, doch unterschiedliche Strategien. Prinzipientreue und Pragmatismus führen letztendlich beide zum Ziel – die Neuordnung der Geschlechterverhältnisse.

Schule zur Ausbildung weiblicher militärischer Hilfskräfte, 1918. / Foto: ZDF und ORF/NGF Geyrhalterfilm/Österreichische Nationalbibliothek

Der Film zeigt den steinigen Weg dreier mutiger Frauen, die aus ihren Lebensverhältnissen mit der Vision einer neuen und gerechten Gesellschaft ausbrechen.

Viktor Adler (mi.). / Foto: ZDF und ORF/NGF Geyrhalterfilm/VGA

Mittwoch, 10. März, 21.05 Uhr, 3sat


Afghanistan. Unser verwundetes Land

  • Dokumentarfilm, Deutschland 2020
  • Regie: Marcel Mettelsiefen und Mayte Carrasco
Afghanische Schulmädchen in Kabul auf dem Weg zur Schule, Afghanistan 1967/68. / Foto: ZDF und NDR/Dr. Bill Podlich

Der Dokumentarfilm blickt auf 40 Jahre Krieg mit den Augen derer, die am meisten unter ihm leiden: den Frauen Afghanistans. Er beginnt in den 1960er-Jahren, als noch Frieden herrscht.

Afghanische Frau auf dem Parkplatz der American International School of Kabul. / Foto: ZDF und NDR/Dr. Bill Podlich

Als die Kommunisten die Macht übernehmen, beginnt ein endloser Krieg. Frauen werden zum Spielball ideologischer Kämpfe. Nach dem 11. September 2001 hoffen die Afghaninnen auf die Rückkehr des Friedens. Doch die Spirale der Gewalt hält bis heute an.

Frauen und Männer werden gemeinsam in Kabul unterrichtet, Afghanistan 1967/68. / Foto: ZDF und NDR/Dr. Bill Podlich

In dem Dokumentarfilm sprechen erstmals ausschließlich Frauen darüber, wie sich ihr Leben in Afghanistan verändert hat. Die ehemalige “Miss Afghanistan 1972” kommt ebenso zu Wort wie die aktuelle Staatsministerin für Menschenrechte, die Tochter des letzten kommunistischen Präsidenten, Aktivistinnen und Abgeordnete des afghanischen Parlaments. Sechs Afghaninnen machen den endlosen Krieg erfahrbar und zeigen, wie vor allem Frauen zu Opfern gewaltsamer Politik wurden. Deutlich wird aber auch, wie viel Mut und Tapferkeit die Afghaninnen haben.

Eine afghanische Frau in Militäruniform bei Schießübung, Afghanistan 1980. / Foto: ZDF und NDR/Russian State Archive/Krasno

Unter der Regie von Lucio Mollica, Marcel Mettelsiefen und Mayte Carrasco zeigen Frauen wie Shukria Barakzai, die sich für Frauenrechte einsetzt, ein ganz anderes Afghanistan, als man es heute kennt. Mit meist ungesehenen Archivbildern dokumentiert der Film, wie Mädchen in den 1960er-Jahren in einem bunten Kabul aufwachsen, zur Schule gehen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

Afghanische Frauen und Kinder warten vor einer Klinik, Afghanistan 2003. / Foto: ZDF und NDR/United States Agency for International Development

Doch das “goldene Zeitalter” endet, als die Monarchie gestürzt wird und ideologische Kämpfe zwischen Kommunisten und Islamisten ausbrechen. Auch die Sowjetunion kann die Lage nicht beruhigen. Ihre mächtige Armee wird von islamischen Kämpfern bezwungen. Als diese schließlich Kabul übernehmen, beginnt eine Abwärtsspirale, die das Leben der afghanischen Frauen in ein dunkles Verließ verwandelt. Doch die Frauen wollen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Sie wollen ihr Land zurück.

Donnerstag, 11. März, 22.55 Uhr, 3sat


Aufbruch in die Freiheit

Charlotte Nikowski (Alwara Ho?fels, l.) und Erika Gerlach (Anna Schudt, r.) demonstrieren in Köln für die Legalisierung von Abtreibungen. / Foto: ZDF und Martin Rottenkolber
  • Fernsehfilm, Deutschland 2018
  • Buch: Andrea Stoll, Heike Fink, Ruth Olshan
  • Regie: Isabel Kleefeld
  • Länge: 90 Minuten
Charlotte (Alwara Höfels) hält das provinzielle Leben ihrer Schwester nicht mehr aus. / Foto: ZDF und Bernd Spauke

1971 auf dem Land: Erika Gerlach ist verzweifelt, als der Arzt feststellt: schwanger. Noch ein Baby? Die Frage wird ihre Ehe erschüttern und Erika vor folgenschwere Entscheidungen stellen.

Erika Gerlach (Anna Schudt, r.) bringt ihre Kinder Michael (Charlie Schrein) und Sabine (Milla Hammann) auf richterlichen Beschluss hin zurück zu ihrem Mann. Charlotte (Alwara Höfels, l.) und Ulrike (Lene Oderich, 2.v.l.) beobachten die Begegnung vorerst aus dem Hintergrund. / Foto: ZDF und Bernd Spauke

Erikas drei Kinder und die Arbeit im Familienbetrieb bringen sie bereits jetzt an ihre Grenzen. Ihr Mann Kurt will von ihrer Überforderung nichts hören. In ihrer Not lässt Erika heimlich und illegal in Köln abtreiben. Es kommt jedoch zu starken Blutungen.

Charlotte (Alwara Höfels, l.) macht sich Sorgen um ihre ältere Schwester Erika (Anna Schudt, r.). / Foto: ZDF und Bernd Spauke

Erika wird durch eine Notoperation gerettet und findet in der WG ihrer Schwester Charlotte Unterschlupf. Zurück im Dorf eskaliert die angespannte Familiensituation: Kurt besteht darauf, dass die älteste Tochter Ulrike (15) trotz blendender Zeugnisse eine Lehre in der familieneigenen Metzgerei beginnt. Erika will vermitteln. Sie bricht jedoch schockiert ab, als sie begreift, dass Kurt von ihrer Abtreibung weiß. Statt mit ihr zu reden, hat er lieber stillschweigend zugesehen, wie sie ihr Leben riskiert.

Kurt (Christian Erdmann) tobt mit seinen beiden kleinen Kindern Michael (Charlie Schrein) und Sabine (Milla Hammann). / Foto: ZDF und Bernd Spauke

Zutiefst enttäuscht, packt sie die nötigsten Sachen und nimmt ihre Kinder mit zu ihrer Schwester Charlotte. Doch Erika war nicht klar, wie abhängig sie von ihrem Mann Kurt ist. Ohne seine Einwilligung darf sie weder einen Miet- noch einen Arbeitsvertrag unterschreiben, ja noch nicht einmal die Kinder in der Schule anmelden. Mit Charlottes Hilfe baut sie sich trotzdem Schritt für Schritt ein neues Leben in der Stadt auf und beginnt, sich für die Frauenbewegung einzusetzen. Doch da verklagt Kurt sie auf Kindesentzug.

Erika (Anna Schudt) und Dr. Wesseling (Daniel Wiemer) werden beim illegalen Schwangerschaftsabbruch gestört. / Foto: ZDF und Bernd Spauke

Erika Gerlach entscheidet sich nach einer langen und schmerzvollen Emanzipation für ein Lebensmodell, das 1971 auf dem Land höchst ungewöhnlich war. Mit ihrem Foto auf dem frisch gedruckten “stern”-Titel “Wir haben abgetrieben!” unter dem Arm, erklärt sie Kurt ihren Plan. Noch heute stehen viele Eltern vor ganz ähnlichen Fragen: Wie können sie selbstbestimmt der Verantwortung für ihre Kinder gerecht werden? In diesem Sinne erzählt “Aufbruch in die Freiheit” nicht nur vom Kampf der Frauenbewegung für eine straffreie Abtreibung in den 1970ern, sondern möchte auch einen Beitrag zur Debatte um Geschlechterbeziehungen und gesellschaftliche Machstrukturen in der Gegenwart anbieten.

Erika (Anna Schudt, 2.v.l.) begleitet ihre Schwester Charlotte (Alwara Höfels, r.) und deren Freundinnen Anett (Carol Schuler, l.) und Gabi (Franziska Hartmann, 2.v.r.) zu einer Demonstration gegen den Paragraphen 218. / Foto: ZDF und Martin Rottenkolber

Freitag, 12. März, 20.15 Uhr, 3sat


Muslimisch. Modern. – Frauen auf der Arabischen Halbinsel

  • Film von Nadja Frenz
  • Deutsche Erstausstrahlung
Sie will Grenzen der Mode austesten und interkulturelle Fäden weben: Modeschöpferin Ashley Al Busmait. / Foto: ZDF und Bea Müller

Wer in europäischen Breiten an muslimische Frauen denkt, hat meist die Unterdrückung der Frau im Kopf. Muslimisch und modern – geht das überhaupt zusammen, wenn es um Frauen geht? Ja!

Jenseits des klischeehaften Bildes gibt es auch auf der Arabischen Halbinsel emanzipierte und aktive Künstlerinnen, Autorinnen und Bloggerinnen. Zum 100. Jubiläum des Internationalen Frauentags am 8. März 2021 rückt der Film Frauen aus der Golf-Region in den Fokus.

Die emiratische Künstlerin Maitha Abdalla im Gespräch. / Foto: ZDF und Bea Müller

Auch wenn viele Frauen im Nahen Osten noch weit entfernt von gesellschaftlicher und ökonomischer Gleichberechtigung leben, sind gerade sie dort oft die Aktivsten. In kleinen und großen Nischen bewegen sie sich, klären und mischen auf und revolutionieren aus dem Alltag heraus. In den Golfstaaten gibt es zwar keine klassische Frauenbewegung, doch findet man überall Frauen, die sich für die Emanzipation in den Bereichen Arbeit, Gesellschaft und Kultur stark machen, wenn auch nicht vergleichbar mit Nordafrika oder Europa, wo es durchaus muslimische Frauenbewegungen gibt.

Modest Fashion ist ihre Welt: die aufstrebende arabisch-mexikanische Modeexpertin Ashley Al Busmait. / Foto: ZDF und Bea Müller

Besonders die sozialen Medien haben dazu beigetragen, dass Frauen, die in den Golfstaaten leben, sichtbar geworden sind: Nirgendwo sonst gibt es so viele Influencerinnen in den Bereichen Mode, Reisen und Kunst wie dort – sie verdienen damit Geld, haben Einfluss und können ihre Meinung verbreiten.

Ashley Al Busmait ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht nur eine gefeierte Influencerin, sondern auch Modeschöpferin. / Foto: ZDF und Bea Müller

Die Dokumentation stellt Autorinnen, Künstlerinnen und Influencerinnen vor, die auf der Arabischen Halbinsel die Gesellschaft um- und mitgestalten. Unter anderen Maitha Abdulla, die nach ihrem Sprachstudium in London ihre Liebe zur visuellen Kunst entdeckte. An der Hochschule für Kunst und Kreativität der Zayed University in Abu Dhabi machte sie mit Bildender Kunst, Schwerpunkt Malerei und Mischtechnik, weiter. Sie gehört zu den jungen arabischen Frauen, die reisen konnten und über ihren Tellerrand schauen durften. In anderen Ländern sammelte sie die Inspiration für ihre Kunst.

Sie ist ein Vorbild für viele arabischen Frauen: Nayla Al Khaja, die erste Regisseurin und Filmproduzentin in den Vereinigten Arabischen Emiraten. / Foto: ZDF und Bea Müller

Maitha Abdulla ist eine der Gründerinnen von “Bait 15”, einer kürzlich eröffneten und von Künstlerinnen und Künstlern geführten Galerie und einem Studio in Abu Dhabi. Sie spielt eine aktive Rolle in der zeitgenössischen Kunstszene in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Zurzeit arbeitet sie an einer neuen Serie von Bildern und Mixed-Media-Arbeiten, die sich auf familiäre Beziehungen und die Idee der “Erzählhandlungen” konzentriert, ähnlich wie die eines Theaterstücks.

Nayla Al Khaja war mit einem Projekt bereits bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes zugelassen. / Foto: ZDF und Bea Müller

Hamida Issa ist eine junge und erfolgreiche Filmemacherin in Katar. Dort haben Frauen tatsächlich die Chance, in dieser Branche Karriere zu machen – anders als in der westlichen Welt, wo immer noch häufiger Männer die Regie übernehmen. Das zeigt sich auch auf regionalen Filmfestivals: Derzeit stammen über die Hälfe der Filme von Frauen. Und viele thematisieren die weibliche Welt. Männer kommen oftmals nur am Rande vor. Hamida Issa widmet sich in ihrer Arbeit jedoch auch den großen Menschheitsthemen wie Umweltzerstörung, Spiritualität, dem Schutz und der Erhaltung unseres Planeten und der Corona-Pandemie.

Die emiratische Künstlerin Maitha Abdalla bei der Arbeit. / Foto: ZDF und Bea Müller

Ashley Al Busmait ist eine aufstrebende arabisch-mexikanische Modeexpertin von Modest-Fashion. Dass Muslime weltweit jährlich Milliarden für Kleidung und Accessoires ausgeben, wissen nur die Wenigsten. Der Mode-Markt, vor allem in den arabischen Ländern, explodiert geradezu. Al Busmaits Blog “Mirage d’Ash” ist ihr visuelles Tagebuch, in dem sie ihre Musen, ihren kulturellen Hintergrund und ihre Interpretation arabischer Mode in ihrer Wahlheimat Dubai vorstellt. In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist sie mittlerweile eine gefeierte Influencerin und Modebloggerin. Vor etwa vier Jahren gründete sie eine Modeseite. Erst zögerte sie, denn: “Es galt damals als Tabu für eine Frau, öffentlich in sozialen Medien gesehen zu werden, und ich wollte negative Konsequenzen vermeiden”, sagt sie. Sie traute sich trotzdem. Der Erfolg gibt ihr Recht.

Samstag, 13. März 2021, 19.20 Uhr, 3sat


Onlinetool “Dein Buch”

Anlässlich des Weltfrauentages präsentiert das Onlinetool “Dein Buch” von ZDFkultur ( https://dein-buch.zdf.de/) ab 8. März 2021 20 neue Bücher von Autorinnen – und die Buchempfehlungen stammen ausschließlich von Literaturexpertinnen.

Interaktives Literaturmodul “Dein Buch” . / Foto: ZDF und ZDFDigital

Jede Buchtippgeberin hat ihre Bücher selbst ausgewählt, und so ist eine interessante Mischung entstanden. Eva Schmidt, Moderatorin des Wirtschaftsmagazins “makro” in 3sat, empfiehlt unter anderem Bücher von Alina Bronsky und Nino Haratischwili, in denen es um starke Frauen in der Sowjetunion geht. Hier wird der Frauentag bis heute groß gefeiert. Sandra Kegel, verantwortliche Redakteurin des FAZ-Feuilletons sowie Kritikerin in der 3sat-Sendung “Buchzeit”, stellt zum Beispiel Christine Wunnickes Roman “Die Dame mit der bemalten Hand” vor, und Anne Reidt, Leiterin der Hauptredaktion Kultur im ZDF, empfiehlt das jüngste Buch der ehemaligen Mainzer Stadtschreiberin Anna Katharina Hahn: “Aus und davon”. Neben einer Reihe weiterer Literaturexpertinnen steuern auch Katty Salié, Moderatorin der ZDF-Kultursendung “aspekte”, und Thea Dorn vom “Literarischen Quartett” Lesetipps bei.


Drei Filme von Frauen über Frauen

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2021 präsentiert Das kleine Fernsehspiel im ZDF die Reihe “Drei Filme von Frauen über Frauen”.

Lift Like a Girl – Stark wie ein Mädchen

Asmaa Ramadan, genannt Zebiba, arabisch für “Rosine”, entdeckt als junges Mädchen ihre Leidenschaft und ihr Talent für Gewichtheben. / Foto: ZDF und Mayye Zayed

Die Doku zeigt das Gewichtheben-Training der 14-jährige Asmaa, genannt Zebiba, in der Nähe einer viel befahrenen Straße am Hafen von Alexandria. Sie träumt davon, Weltmeisterin zu werden.

Die Geldakquise für den Ausbau des Trainingsplatzes gestaltet sich schwierig, ständig ist Captain Ramadan am Telefon, um potentielle Unterstützer zu gewinnen. / Foto: ZDF und Mayye Zayed

Bei diesem Sport kämpft sie auch gegen sich selbst, gegen die eigene Schwäche. Ob Verletzungen, die gesellschaftlichen Erwartungen, Armut, Korruption oder religiöse Zwänge: Zebiba ist stark und überwindet gemeinsam mit ihrem Trainer Captain Ramadan alle Widerstände.

Der Sieg ist ein Glückstaumel für Zebiba und ihr Trainer Captain Ramadan ist voller Stolz. / Foto: ZDF und Mayye Zayed

Auch der Captain hat einen Traum. Er will einen Zaun um das Trainingsgelände bauen, um “seine” Mädchen zu schützen und zu fördern und so die Gleichstellung von Mann und Frau in Ägypten voranzutreiben. Werden sich die beiden ihre Träume erfüllen?

Mit 18 Jahren ist Zebiba zu einer ernsthaften und erfolgreichen Athletin herangewachsen, die von Gewichthebeweltmeisterin Nahla Ramadan trainiert wird. / Foto: ZDF und Mayye Zayed
  • Schnitt: Sara Abdallah
  • Musik: Marian Mentrup
  • Kamera: Mohamad El-Hadidi
  • Buch: Mayye Zayed
  • Regie: Mayye Zayed
  • Ägypten/Deutschland 2021
Als 14-Jährige stemmt Zebiba 82 Kilo beim nationalen Jugendturnier in Ägypten. / Foto: ZDF und Mayye Zayed
Die Protagonistinnen und Protagonisten in der Reihenfolge ihres Auftretens

Asmaa Ramadan, Essmat Mansour, Captain Ramadan, Noura Abdel-Sabour, Marwan, Hanaa Rafat, Samar Habashy, Esraa Fahmy, Heba Saleh, Amal Mahmoud, Ahmed Kamel, Nihad Ramadan, Sahna, Youssef Adel, Ahlam

Für den Erhalt und Ausbau des Trainingsplatzes investiert Captain Ramadan sogar seine Rente. / Foto: ZDF und Mayye Zayed

Montag, 8. März 2021, 0.20 Uhr/Das kleine Fernsehspiel, ZDF

80.000 Schnitzel

Berta Zenefels in ihrem Gast- und Bauernhof in der Oberpfalz. Die Ferne existierte in ihrem von harter Arbeit geprägten Leben nur in Schlagern! Das Meer hat sie mit eigenen Augen nie gesehen. / Foto: ZDF und Stefanie Reinhard

Berta Zenefels (83) hat ihren Gast- und Bauernhof in der Oberpfalz nie verlassen. Ohne Nachfolge droht dem verschuldeten Hof das Aus. Da steht plötzlich ihre Enkelin Monika (34) vor der Tür.

Monika Schweier auf einem Acker ihres verschuldeten Bauernhofes: Die Übernahme war für Monika ein mutiger, aber auch einsamer Entschluss. / Foto: ZDF und Stefanie Reinhard

Trotz Abitur, Auslandsaufenthalten und erfolgreichem Studium entscheidet sie, ihr modernes Leben hinter sich zu lassen, um den Familienbesitz zu retten. Ihre Schwester Hannah will herausfinden, was Monika antreibt und ob sie dort wirklich ihr Glück finden kann.

Der Zollhaus genannte Wirts- und Bauernhof in der Oberpfalz. / Foto: ZDF und Stefanie Reinhard

Berta Zenefels hat das Meer nie gesehen. Tagein, tagaus stand die Wirtin in der Küche, in der sie für ihre Gäste Tausende Schnitzel gebraten hat. Ein Leben geprägt von harter Arbeit, das heute niemand mehr so führen möchte. Dabei musste sie alle ihre Männer – den ersten Sohn, den Ehemann, ihren Enkel und gerade noch ihren letztgeborenen Sohn – beerdigen. Sie alle lebten und starben für den großen Traum, den “Zollhaus” genannten Gast- und Bauernhof.

Berta Zenefels hat ihr Leben lang für ihre Gäste gekocht. Allein etwa 80.000 Schnitzel wird sie in ihrer Küche gebraten haben. / Foto: ZDF und Stefanie Reinhard

Dass Monika diesen Hof nun übernehmen will, findet ihre Schwester, die Filmemacherin Hannah, nicht gut. Sie kann das nicht verstehen. Bis zu diesem Moment waren Leben und Träume der Schwestern untrennbar miteinander verbunden. Doch seitdem Monika auf dem Hof ist, hat sie keine Zeit mehr. Monikas Entscheidung für ein Leben als Gast- und Landwirtin stellt auch Hannahs Lebenskonzept infrage.

Jungbäuerin Monika Schweier bei der Arbeit auf dem Hof, den sie von ihrer Oma übernommen hat. / Foto: ZDF und Stefanie Reinhard
  • Schnitt: Romy Steyer
  • Musik: Ella Zwietnig
  • Kamera: Stefanie Reinhard
  • Buch: Hannah Schweier
  • Regie: Hannah Schweier
  • Deutschland 2021
  • Free-TV-Premiere
Berta Zenefels in ihrem von Erinnerungsstücken an viele inzwischen verstorbene Verwandte gefüllten Wohnzimmer. / Foto: ZDF und Stefanie Reinhard

Montag, 15. März 2021, 0.00 Uhr/Das kleine Fernsehspiel, ZDF

Frauenzimmer – Lust kennt kein Alter

Die gelernte Rentenberaterin und Hypothekenfinanzierungsexpertin Karolina (64) arbeitet seit 16 Jahren als Domina. / Foto: ZDF und Eva Maschke

Sie arbeiten im ältesten Gewerbe der Welt und zählen dort selbst zum “alten Eisen”. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte zweier Sexarbeiterinnen im fortgeschrittenen Alter.

Christel (59) ist eine der Protagonistinnen des Dokumentarfilms “Frauenzimmer” von Saara Aila Waasner. Christel beschließt vor zehn Jahren, ihr Leben radikal zu ändern. Bis dahin ist sie Ehefrau, Mutter von vier Kindern und arbeitet als Sekretärin. Eine gesicherte, aber auch unscheinbare Existenz. Die Entscheidung für die Prostitution entsteht aus Neugier und einer tiefen Sehnsucht nach Körperlichkeit. / Foto: ZDF und Eva Maschke

Die Protagonistinnen arbeiten in ihrer eigenen Wohnung oder empfangen Kunden im Domina-Studio. Sie sind nicht darauf aus, sich zu rechtfertigen oder zur Schau zu stellen.

Der Dokumentarfilm “Frauenzimmer” von Saara Aila Waasner erzählt von drei Berliner Frauen im fortgeschrittenen Alter, die ihr Geld mit Sexarbeit verdienen. Christel (59) beschließt vor zehn Jahren, ihr Leben radikal zu ändern. / Foto: ZDF und Eva Maschke

Ihre facettenreichen Persönlichkeiten machen deutlich, auf welch unterschiedliche Art und Weise sie der Prostitution nachgehen und warum sie sich für den Beruf der Sexarbeiterin entschieden haben. Der Film gibt Einblicke in die außergewöhnlichen Lebensgeschichten von Christel und Karolina und ihren teilweise überraschend bürgerlichen Alltag.

Der Dokumentarfilm “Frauenzimmer” von Saara Aila Waasner erzählt von drei Berliner Frauen im fortgeschrittenen Alter, die ihr Geld mit Sexarbeit verdienen. Christel (59) beschließt vor zehn Jahren, ihr Leben radikal zu ändern. / Foto: ZDF und Eva Maschke

Mit großer Offenheit lassen die beiden Frauen die Zuschauer an ihrem Leben teilhaben. Sie zeigen selbstbewusst, stolz, manchmal wortlos, manchmal wortreich und mit Humor, was die Sexarbeit für sie bedeutet und wie viel unverkäufliche Liebe sie zu geben bereit sind.

Der Dokumentarfilm “Frauenzimmer” von Saara Aila Waasner erzählt von drei Berliner Frauen im fortgeschrittenen Alter, die ihr Geld mit Sexarbeit verdienen. Christel (59) beschließt vor zehn Jahren, ihr Leben radikal zu ändern. / Foto: ZDF und Eva Maschke
  • Schnitt: Elisabeth Rassbach
  • Musik: Sebastian Pille
  • Kamera: Eva Maschke
  • Buch: Saara Aila Waasner
  • Regie: Saara Aila Waasner
  • (Erstsendung: 31.07.2012)
  • Deutschland 2009
Der Dokumentarfilm “Frauenzimmer” von Saara Aila Waasner erzählt von drei Berliner Frauen im fortgeschrittenen Alter, die ihr Geld mit Sexarbeit verdienen. Christel (59) beschließt vor zehn Jahren, ihr Leben radikal zu ändern. / Foto: ZDF und Eva Maschke

Montag, 22. März 2021, 0.20 Uhr/Das kleine Fernsehspiel, ZDF

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