Antisemitismus auf der rechten Seite, "Lügenpresse" auf der linken Seite. Typisch für die Demo vom 5. Mai 2020 in Cottbus. / Foto: Screenshot Twitter

Verdacht auf Volksverhetzung: Anzeigen nach Demo in Cottbus

Cottbus/Ganderkesee (fs) – Organisiert wurde sie im Umfeld der AfD und durch den rechtsextremistischen Verein “Zukunft Heimat”: Eine Demonstration am vergangenen Dienstag in Cottbus. Nun hat diese Demo der Rechten ein juristisches Nachspiel. Wie die Cottbuser Polizei heute gegenüber rbb mitteilte, haben nach der Demonstration die Behörden mehrere Anzeigen erstattet.

Gegen mindestens zwei der Demo-Teilnehmer richtet sich eine Strafanzeige unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Die Teilnehmer sollen einen gelben Davidstern mit der Aufschrift “Nicht geimpft” gezeigt haben. Dieses gilt natürlich als eine widerliche antisemitische Provokation.

Auch gegen die Versammlungsleiterin wurde laut Polizei in Cottbus Strafanzeige erstattet. Der Grund hier ist eher bei den neuen Regelungen wegen Corona zu finden. Statt der erlaubten und angemeldeten 50 Personen kamen wesentlich mehr zu der Demo. Dumm gelaufen, wenn man seinen Haufen von rechten Aluhutträgern nicht im Griff hat.

Und dass es sich wieder einmal um Aluhutträger am Dienstag in Cottbus handelte ist unbestritten. Denn wieder einmal war es eine reine dümmliche Querfrontansammlung und wieder einmal wurde sinnloser Weise gegen die Einschränkungen, die derzeit durch die Corona-Pandemie bedingt sind, demonstriert.

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