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“Walther Lübcke war nicht der letzte Politiker, sondern der Erste”

Mit einer freundlichen Ansprache beginnt die letzte Email des Staatsstreichorchester, welche bei vielen Pressevertretern und Journalisten, so auch bei mir, heute eingegangen ist.

Sehr geehrter Herr Bouffier und sehr geehrter Herr Beuth, wir möchten Ihnen persönlich gratulieren: Auch Sie haben es nun auf unsere Abschussliste geschafft, wir heißen Sie herzlich willkommen.

Staatsstreichorchester

Gemeint sind in diesem Falle der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier und der Innenminister Peter Beuth aus Hessen. Zwei Landespolitiker der CDU in Hessen, welches man durchaus als Bundesland mit einer sehr gut strukturierten und vor allem gewaltbereiten rechtsextremistischen Szene bezeichnen darf.

Bereits mit dem Mordfall Walter Lübcke hat diese Szene bewiesen, dass sie nicht mehr reden wollen, sondern vielmehr ihre abstrusen Gedankenwelten auch umsetzen wollen. Wer glaubt, dass es bei dem Mord an Walter Lübcke sich um einen Einzeltäter handelte, der täuscht sich gewaltig. Es geht auch nicht um die bereits festgesetzten Gehilfen.

Es geht am Ende um eine sehr gut strukturierte Organisation, die, es ist zu befürchten, wahrscheinlich mit allem gut ausgestattet ist, was man benötigt um einen nach den anderen Terroranschlag nicht nur planen zu können, sondern auch in die Tat umzusetzen. Einzig und alleine an den durchführenden Kräften scheint es noch zu fehlen. Ein Stephan Ernst macht halt noch keine Terror-Truppe. Und das am Ende viele in den rechtsextremistischen Kreisen sich doch eher “feige” und nachdenkend zurück halten ist auch gut so.

Die angebliche Todesliste des Staatsstreichorchester schein aber durchaus noch größer zu sein.

Momentan leisten Ihnen Frau Reker, Herr Hollstein und der Kanake und der Jude von den Zentralräten Gesellschaft.

Staatsstreichorchester

Mit dem “Kanaken” ist der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Aiman Mazyek, gemeint und Josef Schuster, der hier nur als Jude bezeichnet wird, als Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland.

Zumindest in der Kommunikation lassen die Rechtsextremisten nichts unversucht um ihren Willen zu unterstreichen.

Unsere Todesliste wird noch weiter wachsen und wir freuen uns schon sehr auf den nächsten Toten aus Ihren Reihen. Walther Lübcke war nicht der letzte Politiker, sondern der Erste. Vaterlandsverräter wie ihn und Sie werden wir jagen und hinrichten, genauso wie alle, die sich uns in den Weg stellen. Und seien Sie sich sicher, dass wir uns zu Ihnen vorarbeiten werden, Sie sind nicht unerreichbar, es kann jeden von Ihnen treffen.

Staatsstreichorchester

Am Ende ist es wieder die Frage aller Fragen: Wer steckt hinter dem Staatsstreichorchester? Ein Einzeltäter wie so oft behauptet? Nein, es ist kaum anzunehmen, da es ja auch diesbezüglich bereits im Frühjahr eine Festnahme eines angeblichen Einzeltäters in Schleswig-Holstein gab. Und trotzdem bekommen wir weiterhin und regelmäßig Emails vom Staatsstreichorchester. Da sich in den letzten Monaten auch nicht wirklich mehr etwas getan hat, selbst die großen Medienhäuser anscheinend auch vor einem Rätsel stehen, wäre ja anzunehmen, dass es sich im Sande verläuft.

Es ist ja auch durchaus bequemer über etwas, was man nicht will, nicht zu sprechen, es auszublenden, als sich dem auseinander zusetzen. Und dieser Autor schließt sich davon nicht aus. Doch der Mord an Walter Lübcke hat wieder alles ins Gedächnis gerufen. Vor allem auch das schlechte Gewissen. Aus diesem entwickelte sich jedoch auch der Willen dran bleiben zu wollen an den Rechtsextremisten.

Was aber am Ende überhaupt das Ziel von rechtsextremistischen Terrorgruppen ist scheint unklar. Da spinnen sich anscheinend auch in solchen Gruppen viele ihre kruden Gedanken zu recht. So wie beispielsweise auch das Staatsstreichorchester:

Es ist unser Ziel, die größte rechte Terror-Organisation nach dem Ende des Dritten Reiches zu werden und die Kräfte zu bündeln, damit sich kein jüdischer Untermensch mehr sicher auf dieser Welt fühlen kann und da sie Freunde der Juden sind, ist das gleichzeitig Ihr eigenes Todesurteil.

Fazit

Fakt ist, dass wir auch noch so krude Gedanken der organisierten Rechtsextremisten zwar belächeln können, aber die Kernaussage nach wie vor mit allem Ernst im Auge behalten müssen. Und die Kernaussage lautet ganz eindeutig:

Wir wollen Euch und dem Staat weh tun – und das um jeden Preis. Wir versuchen dort anzugreifen, wo ihr nicht damit rechnet. Und alles was nicht in unser arisches Weltbild passt werden wir nicht dulden.

Die rechtsextremistische Gefahr ist eine wirkliche Gefahr. Und vielleicht beginnen nun auch einmal die Staatsorgane und Politiker ernsthafter darüber nachzudenken, wie man künftig dem Rechtsextremismus begegnen kann. Und das muss auch bereits dort anfangen, dass man sich darüber bewusst wird, dass wir keine rechtsextremistische Partei im Bundestag, in den Landtagen und den kommunalen Parlamenten dulden sollten.

Und vielleicht gehört es auch für unsere Politiker, vor allem für die von SPD, CDU und CSU, dazu, sich einmal auf die Stimmen von der sogenannten Straße einzulassen. Egal welchen Alters. Und wenn man dort auch Dinge hört, die einem vielleicht nicht so genehm sind: Es sind nicht eure Feinde, sondern die Menschen, die dieses Deutschland ausmachen. Und dabei ist es egal welchen Alters, ob Omas gegen Rechts oder die SchülerInnen von Friday for Future. Das ist das Deutschland, welches niemals den Rechtsextremisten weichen wird.

Frank Schurgast

Bild: Tomasz Zajda, stock.adobe.com

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