Auschwitz-Birkenau: Das Grauen der Shoa ist bis zum heutigen Tage greifbar. / Foto: Ministry of Foreign Affairs of the Republic of Pol ist lizenziert unter CC BY-ND 2.0

#WeRemember: Jüdischer Weltkongress erinnert an Holocaust

New York/Bremen (ots/fs) – Der Jüdische Weltkongress ruft weltweit dazu auf, sich an der Kampagne #WeRemember zu beteiligen, die sich gegen Antisemitismus und alle Formen von Völkermord, Hass und Fremdenfeindlichkeit richtet. Die Kampagne, die auch zur weiteren Aufklärung über den Holocaust beitragen will, wird bereits im fünften Jahr durchgeführt und steuert auf den Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar zu. Angesichts des Missbrauchs sozialer Medien zur Verbreitung von gefährlicher Falschinformationen, Verschwörungsmythen, Rassismus und Holocaustleugung ist die Kampagne aktueller den je.

Unter dem Motto “Aus der Vergangenheit lernen, die Zukunft schützen” ermutigt die Kampagne Teilnehmende aus der ganzen Welt, Fotos von auf den sozialen Medien zu veröffentlichen, auf denen ein Schild mit der Aufschrift “#WeRemember” gezeigt wird.

Bei zahlreichen Menschen ist das Wissen um den Holocaust mittlerweile gering, so wissen beispielsweise 23% der deutschen Bevölkerung gar nicht, was der Holocaust war. 28% wollen “einen Schlusstrich unter die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus ziehen”, zugleich haben 35% der Deutschen die Sorge, dass sich der Holocaust wiederholen könnte. Aktuell werden in Deutschland rund 2.000 antisemitische Straftaten begangen.

Während die Zahl der Augenzeugen weiter schwindet und die Welt mit der Covid-19-Pandemie konfrontiert ist, erleben wir eine Zunahme von Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, rassistischer Ideologie und Holocaust-Leugnung. Wir müssen die schrecklichen Lehren der Vergangenheit achten und die Erzählungen der Überlebenden weitertragen, um das Andenken der sechs Millionen Juden zu wahren, die von den Nazis umgebracht wurden, um zu verhindern, dass die heutige Eskalation der Gewalt nicht zu einer Wiederholung der Grausamkeiten führt. Nehmen sie an der #WeRemember-Kampagne teil und unterstreichen sie damit, dass wir aus der Vergangenheit gelernt haben und die jetzige und zukünftige Generation vor diesem Hass schützen.

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder

Auf der Internetseite weremember.wjc.orgstellt der Jüdische Weltkongress weitere Informationen und Fakten zum Holocaust zur Verfügung. Gemeinsam mit der Kultur- und Bildungsorganisation UNESCO der Vereinten Nationen wurde zudem die Internetseite AboutHolocaust.org ins Leben gerufen, die einen umfassenden Überblick und auch Erfahrungsberichte von Holocaust-Überlebenden beinhaltet.

Der Jüdische Weltkongress lädt die Öffentlichkeit zudem zu zwei digitalen Gedenkveranstaltungen ein

Montag, den 25. Januar um 16:00 Uhr findet unter dem Motto “Damit wir nicht vergessen” die Übertagung einer Gedenkveranstaltung aus Paris statt, die zugleich die Eröffnung einer Ausstellung ist. Der Jüdische Weltkongress veranstaltet diese in Zusammenarbeit mit der UNESCO, der ständigen Vertretung der EU bei der UNESCO, den Regierungen von Frankreich, Deutschland und Österreich sowie dem Dachverband der Jüdischen Verbände in Frankreich (CRIF). Mit dabei ist auch Bundesaußenminister Heiko Maas.

Die Veranstaltung können Sie Online sehen unter diesem Link: Ausstellungseröffnung 25. Januar.

Darüber hinaus gibt es dem Internationalen am Holocaust-Gedenktag Mittwoch, den 27. Januar um 16:00 Uhr eine virtuelle Gedenkveranstaltung aus Auschwitz. Sprechen werden die Auschwitz-Überlebende, der Direktor des staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau, Dr. Piotr Cywinski sowie Ronald S. Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses.

Die Veranstaltung wird vom staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau gemeinsam mit dem Jüdischen Weltkongress ausgerichtet.

Auch an dieser Veranstaltung kann die Öffentlichkeit teilnehmen unter dem Link: Erinnerung 27. Januar.

Die Kampagne #WeRemember wird am 27. Januar schließen mit einer symbolischen Videoprojektion aller Teilnehmenden-Bilder am Tor des ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz, die dem Überleben des Jüdischen Volkes angesichts aller Widrigkeiten gewidmet ist, und die ebenfalls als Live-Stream im Internet gezeigt wird.

Zu den Unterstützern der #WeRemember-Kampagne in Deutschland zählen neben zahlreichen Politikerinnen und Politikern auch TV-Größen wie die Moderatorin Anne Will, der Rapper Moses Pelham, Schauspielerin Christine Sommer oder Fußballprofi Sebastian Rudy. Die Bundesliga-Mannschaften von Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach hatten bereits bei ihrem Samstagsspiel ein gemeinsames Gruppenfoto zur Kampagne beigesteuert. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hatte zahlreiche Europäische Ministerkolleginnen und -Kollegen ebenfalls zur Teilnahme motiviert.

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