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Zurecht seines Amtes enthoben: Die Akte Brandner

Berlin/Ganderkesee (fs) – Die Akte Brandner kann seit heute Vormittag in soweit zumindest geschlossen werden, als das der pöbelnde Rechtsextremist der AfD als Vorsitzender des Bundestags-Rechtsausschusses abgewählt wurde. Dieses ist ein einmaliger Vorgang in der 70-jährigen Parlamentsgeschichte der Bundesrepublik und wird sich hoffentlich nicht noch einmal wiederholen müssen. Dennoch, diese Abwahl war dringend nötig.

Die Abwahl eines Rechtsextremisten

Heute geschah dass, worauf nicht nur die Fraktionen des Bundestages (ausgenommen der AfD), sondern auch wohl alle Demokraten in Deutschland, so lange gewartet hatten: Stephan Brandner von der rechtsextremistischen AfD wurde endlich als Vorsitzender des Rechtsausschusses im Bundestag abgewählt. So einmalig dieser Vorgang auch war, er war dringend nötig.

Sicherlich wird man in der AfD auch gemäßigtere Menschen finden, doch Brandner und die heute sich ebenfalls in Rampenlicht drängelnden Alice Weidel (die wir zurecht Sudel Alice nennen) sowie Alexander “Vogelschiss” Gauland gehören sicherlich nicht dazu. Im Gegenteil, sie repräsentieren die Partei auf der Bundesebene wie es eben auch Andreas Kalbitz und Björn Höcke tun: Rechtsextremistisch, Rassistisch, Faschistisch und Antisemitisch.

Nicht nur der “Judaslohn”

Es war nicht der einzelne Twitter-Beitrag gegen Udo Lindenberg (Judaslohn), der die Abwahl von Brandner erforderlich gemacht hat, sondern seine unablässigen und vor allem gezielten Grenzverletzungen. Im Bundestag hat er gezielt den Bundespräsidenten attackiert. Mehrmals hat er sich sehr bewusst antisemitisch geäußert. Unrechtsbewusstsein gleich null. Nein, im Gegenteil: Er verhöhnt weiterhin sowohl die Juden als auch seine Kritiker.

Brandner ist ein Rechtsradikaler durch und durch. Und er ist unwürdig dem Rechtsausschuss vorzusitzen. Sudel Alice und “Vogelschiss” Gauland haben ihm kein Einhalt geboten. Warum auch, hat er doch nur im Sinne ihres Gedankengutes gehandelt. Am Ende haben sich dann beide noch an der Verhöhnung von Juden und Kritikern beteiligt. So etwas ist einfach nur zu tiefst schamlos und hat in deutschen Parlamenten keinen Platz verdient.

Die perfekte Opferrolle

Was nun kommt, wissen alle AfD-Kenner: Die Rechtsextremisten schaffen sich wieder die passende Opferrolle. Für die AfD gilt ab sofort das Motto: Wir werden mal wieder zu unrecht ausgegrenzt. Und wenn man sich die letzten zwei Wochen des Brandners einmal genauer betrachtet, so muss einem auffallen, wie sehr er die letzten Tagen auf seine Abwahl hingearbeitet hat. Es lockte ja die perfekte Opferrolle.

Die AfD ist nicht nur rechtsextrem, sie ist auch eine gefährliche Partei. Nicht das Wahlprogramm ist ihr Handwerkszeug, sondern vielmehr Provokationen und Regelbrüche. So versucht die AfD Institutionen zu beschädigen und die Demokratie zu destabilisieren. Und wie eine Gefahr muss man diese Partei und ihre Mitglieder auch behandeln.

Bild: Screenshot Youtube

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